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USD: Ölpreisschock und Irankonflikt überlagern Inflationsdaten

Ein Blick auf die US-Inflationsdaten, die heute veröffentlicht werden, lohnt sich natürlich immer, obwohl der Ölpreisschock sich in den Februardaten vermutlich noch nicht so stark widerspiegeln dürfte. Im Gegenteil, im Februar dürfte der Preisdruck sogar noch weiter gesunken sein, die Vorjahresraten rein rechnerisch unverändert zum Januar bleiben. Selbst, wenn die Zahlen heute nach unten überraschen sollten, dürften sie aber keinen großen Einfluss auf den US-Dollar haben. Schließlich steigen mit jedem Tag, den der Irankonflikt andauert, die Preisrisiken und der Durchschlageffekt auf die US-Inflationsrate. Denn ungeachtet der Tatsache, dass die USA Nettoenergieexporteur sind, steigen auch dort die Preise an den Zapfsäulen. Der Fokus des Devisenmarkts bleibt infolgedessen kurzfristig auf dem Ölpreis und dem Nahostkonflikt, Makrodaten sind zweitrangig.

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Abgesehen davon ist natürlich für die Zukunft wichtig:

  1. Bei einer relativ schnellen Lösung des Konflikts, der zu einer zügigen Erholung des Ölpreises führen würde, würden die Fed und andere Zentralbanken durch den kurzen „Öl-Buckel“ bei den Inflationsraten nach oben aller Voraussicht nach hindurchschauen – den Effekt also als temporär bezeichnen. Anpassungen in der Geldpolitik blieben wenn überhaupt wohl marginal. Danach bliebe aber trotzdem immer noch die Frage, wie die „Fed nach Powell“ ihre Geldpolitik gestaltet, ob sie dem politischen Druck nach niedrigeren Zinsen zumindest teilweise nachgibt oder nicht. Wenn ja, wäre dies negativ für den Dollar, weil sich Investoren nicht mehr darauf verlassen könnten, dass die Fed bei Inflationsgefahren entsprechend reagieren wird.
  2. Kommt es zu einem lang anhaltenden Konflikt und damit zu anhaltend hohen Energiepreisen, könnte sich die Lage für die Fed verkomplizieren. Denn steigende Inflationsraten würden ein „high for longer“ (also unveränderte Leitzinsen für einen längeren Zeitraum) notwendig machen – so hat der Markt seine Senkungserwartungen für die Fed schon nach hinten verschoben. Gleichzeitig könnte aber wegen hoher Energiepreise und möglicher Abwärtsrisiken für die Wirtschaft der Druck der Trumpschen Regierung auf die Fed deutlich steigen, die Zinsen merklich zu senken, um für Entlastung der Verbraucher und Unternehmen zu sorgen. Die Diskussionen innerhalb des FOMC könnten schärfer werden, die Meinungen gespaltener. Und gleichzeitig die Sorgen des Marktes vor einer drastischen Änderung in der Reaktionsfunktion der Fed, wenn gleichzeitig die Inflationserwartungen möglicherweise deutlich steigen. Würde die Fed vor einem solchen Hintergrund dem politischen Druck nachgeben, wäre mit einer scharfen Abwertung des US-Dollar zu rechnen, da die Fed an Glaubwürdigkeit im Bestreben um die Preisstabilität verlieren würde.

Meines Erachtens ist bei einem globalen Ölpreisschock die Frage, ob ein Land Nettoenergieexporteur ist, zweitrangig. Denn es steht und fällt alles mit der Länge des Irankriegs und der Aussicht für die (Energie-)Preise sowie der Reaktion der Zentralbanken auf die verschiedenen Szenarien. Zumindest scheint mit der Aussicht auf die Freigabe der strategischen Reserven kurzfristig etwas Entspannung am Ölmarkt möglich, doch ist der Konflikt nicht geklärt und ein dauerhafter Ölpreisschock nach wie vor ein Risiko.

Selbst wenn auf kurze Sicht der Dollar deshalb aus den oft zitierten Gründen die Nase vorn haben sollte (sicherer Hafen etc.), dürfte das Thema „Geldpolitik der Fed in der Warsh-Ära“ bald wieder mehr Raum in den Überlegungen der Investoren einnehmen. Vor allem, wenn es wirklich zu einem dauerhaften Preisschock kommen sollte. Ich wäre deshalb vorsichtig, auf einen deutlich steigenden Dollar zu setzen, solange ich nicht die zukünftige Reaktionsfunktion der Fed kenne.

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