Besonders im Fokus steht der Handel mit Öl-Perpetuals. Laut Daten des Analyseunternehmens Artemis stieg das durchschnittliche tägliche Handelsvolumen der entsprechenden Kontrakte im April auf mehr als 700 Millionen US-Dollar. Vor der Eskalation des Iran-Konflikts habe das Volumen noch bei wenigen Millionen US-Dollar pro Tag gelegen. Beobachter aus der Branche sehen darin ein Zeichen dafür, dass Hyperliquid zunehmend Einfluss auf die Preisfindung klassischer Rohstoffmärkte gewinne.
ICE-Manager Trabue Bland sieht darin ein Problem. Gegenüber Bloomberg erklärte er: “Wenn etwas die Integrität globaler Benchmarks beeinflussen könnte und komplett außerhalb regulatorischer Aufsicht stattfindet, dann ist das problematisch.”
CME und ICE drängen deshalb offenbar darauf, dass Hyperliquid sich bei der CFTC registrieren muss. Wie Bloomberg berichtet, hätten die Handelsplätze bereits Gespräche mit der Aufsichtsbehörde geführt. Sollte die den Bitten der Unternehmen folgen, wären damit auch strengere Vorgaben zur Marktüberwachung sowie zur Identifizierung von Kunden verbunden.
Hyperliquid weist die Vorwürfe zurück. Sprecher George Godsal erklärte laut Bloomberg, sämtliche Handelsaktivitäten seien transparent auf der Blockchain nachvollziehbar. “Jeder Trade, jede Liquidation und jede Funding-Zahlung sind öffentlich verifizierbar”, sagte er.
Dennoch sorgte die Nachricht für Verunsicherung bei Anlegern, die direkt in den Token des Derivatemarktes investiert hatten. Hype gab in den letzten 24 Stunden über 10 Prozent ab und ist damit der größte Verlierer unter den zehn wertvollsten Kryptowährungen.
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