Trump droht Kanada mit neuem Strafzoll auf Flugzeug-Importe

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WASHINGTON (dpa-AFX) - US-Präsident Donald Trump droht dem Nachbarland Kanada mit einem neuen Strafzoll in Höhe von 50 Prozent für den Import von Flugzeugen. Zudem erklärte Trump auf seiner Plattform Truth Social, sämtlichen Maschinen des kanadischen Flugzeugbauers Bombardier und allen anderen dort hergestellten Jets werde die US-Genehmigung entzogen.

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Als Grund für den Entzug und den möglichen Strafzoll nannte Trump den Umgang der kanadischen Behörden mit Gulfstream, einem US-Hersteller von Geschäftsflugzeugen. Kanada habe mehreren Modellen des Bombardier-Konkurrenten keine Betriebsgenehmigungen erteilt und damit im Prinzip deren Verkauf in dem Nachbarland verboten, klagte Trump. Sollte dies nicht "sofort korrigiert" werden, werde er eine zusätzliche Importgebühr von 50 Prozent verhängen, drohte der Präsident.

Trump greift häufig zu Zöllen, um seinen Willen durchzusetzen. Davon bleiben auch traditionell enge Verbündete wie Kanada nicht verschont. Bisweilen nutzt Trump Zölle aber auch nur als Drohgebärde und setzt diese letztlich nicht um.

Trump greift Verbündeten Kanada zunehmend an

Erst vor wenigen Tagen hatte Trump Kanada mit horrenden Zöllen gedroht, um eine engere wirtschaftliche Zusammenarbeit des Nachbarn mit China zu verhindern. Sollte die kanadische Regierung einen Deal mit der Volksrepublik schließen, würden alle Importe aus Kanada mit einem 100-Prozent-Zollsatz belegt, schrieb er auf Truth Social.

Werte aus dem Artikel:
Bombardier Aktie 207,50 € -1,28%

Kanadas Premierminister Mark Carney, der - ebenso wie sein Vorgänger Justin Trudeau - in der Vergangenheit diverse Streitigkeiten mit Trump auszutragen hatte, war im Januar nach Peking gereist und kündigte danach eine engere Zusammenarbeit mit China an. So nimmt Kanada einen Teil seiner Zölle auf chinesische Elektroautos zurück, im Gegenzug will China Handelshemmnisse für kanadische Agrarprodukte wie Raps abbauen.

Nach seiner China-Reise fiel Carney beim Weltwirtschaftsforum in Davos mit einer eindringlichen Rede auf, die auch als Kritik an Trump und dessen aggressiver "America First"-Politik verstanden wurde. Der US-Präsident hatte mehrfach davon gesprochen, dass Kanada als Bundesstaat in die USA integriert werden sollte./jbz/DP/zb


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