TINA ist zurück: Diese Märkte könnten aufholen

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Mann mit Smartphone und Tablet (Symbolbild).
© metamorworks / iStock / Getty Images Plus / Getty Images
US-Aktien laufen trotz Iran-Krieg auf Rekordniveau. Barclays sieht den TINA-Effekt zurück. Doch ein Friedensabkommen könnte Öl, Anleihen und Europa-Aktien neu bewegen.
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Barclays sieht an den US-Märkten weiter eine klare Präferenz für Aktien gegenüber Anleihen. Seit Beginn des Iran-Kriegs Ende Februar habe sich eine neue "There is no alternative"-Mentalität – auch TINA genannt – zugunsten von US-Aktien durchgesetzt, schreiben die Strategen um Emmanuel Cau.

Der S&P 500 erreichte zuletzt einen neuen Rekordschlussstand. Gleichzeitig legten die Renditen am Anleihemarkt zu. Zehnjährige US-Staatsanleihen rentieren in etwa bei 4,5 Prozent.

Ein mögliches Friedensabkommen zwischen Washington und Teheran ist laut Barclays noch nicht vollständig eingepreist. Sollte eine Einigung kommen und der Ölpreis fallen, könnten Anleiherenditen kurzfristig nachgeben. Auch Europa, Schwellenländer und Japan könnten profitieren, weil sie zuletzt stärker unter hohen Energiepreisen und Kapitalabflüssen litten.

Die Straße von Hormus bleibt weitgehend blockiert. Brent und WTI haben seit Beginn des Krieges jeweils rund 30 Prozent zugelegt. Europa steht deshalb besonders unter Druck.

Andreas Lipkow, Chef-Marktanalyst bei CMC Markets, verweist zugleich auf eine Abschwächung am US-Arbeitsmarkt. Die jüngsten Daten des privaten Arbeitsmarktdienstleisters ADP deuteten auf weniger offene Stellen und geringere Einstellungen hin. Rationalisierung durch künstliche Intelligenz und ein schwächeres Konsumverhalten zeigten Wirkung.

Das könne allerdings Zinssenkungshoffnungen nähren und die Technologierallye weiter stützen, so Lipkow. Der Konsum bleibe ein entscheidender Faktor für die künftige Wirtschaftsentwicklung.

Autor: sbh-Redaktion/neb




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