Studie: Bis zu 90 Unfalltote weniger bei Tempolimit

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Eine Frau arbeitet an einer Statistik (Symbolbild).
- pixabay.com

BERLIN (dpa-AFX) - Bei Einführung eines Tempolimits auf deutschen Autobahnen könnte einer Studie zufolge die Zahl der Unfallopfer um bis zu 90 pro Jahr gesenkt werden. "Bei einer Maximalgeschwindigkeit von 130 Kilometern pro Stunde wären es 25 bis 30 Prozent weniger Getötete auf Bundesautobahnen, das entspricht etwa 70 bis 90 Menschen", sagte Unfallforscher Siegfried Brockmann von der Björn Steiger Stiftung. Das seien zwar nur drei Prozent aller Unfalltoten, für eine Einzelmaßnahme sei dies jedoch eine beachtliche Wirkung.

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Hinweis

In Deutschland gibt es kein generelles Tempolimit auf Autobahnen, anders als in vielen Ländern im Ausland. Auf großen Teilen der Strecken hierzulande gelten jedoch unterschiedliche Höchstgeschwindigkeiten. Ein generelles Tempolimit ist seit langem in der politischen Debatte. Das Bundesverkehrsministerium lehnt eine solche Regelung ab, viele Verbände sprechen sich dafür aus.

Wie viele Menschen bei Unfällen starben

Laut Statistischem Bundesamt starben 2025 in Deutschland mehr als 2.800 Menschen bei Unfällen im Straßenverkehr. Laut Brockmanns Untersuchung kamen 292 Menschen auf Autobahnen ums Leben. "Ein Tempolimit hätte positive Effekte auf die Verkehrssicherheit", sagte der Leiter der Unfallforschung der Stiftung der Deutschen Presse-Agentur.

Nahezu alle anderen Staaten verfügten über verbindliche Tempo-Begrenzungen auf Autobahnen. Die höchsten regulären Autobahn-Tempolimits in Europa finden sich demnach in Polen (140 Kilometer pro Stunde) sowie auf einzelnen Pilotstrecken in Tschechien (150 Kilometer pro Stunde). Untersuchungen aus Österreich, den Niederlanden und den USA zeigen der Studie zufolge Rückgänge schwerer Unfälle oder von Verkehrstoten, wenn die Geschwindigkeit begrenzt sei./cht/DP/zb



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