BERLIN (dpa-AFX) - Mit einem Besuch in Mexiko beendet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier am Donnerstag seine fünftägige Reise durch drei Staaten Lateinamerikas. Für die letzte Station musste er seine Planungen kurzfristig ändern. Auf Bitten der mexikanischen Präsidentin Claudia Sheinbaum fliegt er nicht in die Hauptstadt Mexiko-Stadt, sondern nach Cancún auf der Halbinsel Yucatán.
Begründet wurde der Wunsch zur Verlegung des Ortes nach deutschen Angaben mit Streiks, die die Hauptstadt genau während des Besuchs lahmlegen könnten. Sheinbaum hat aber am selben Tag auch einen wichtigen Termin in Cancún.
Bei den Gesprächen dürfte es auch um die jüngste Gewaltwelle gehen, die Mexiko nach dem Tod des mächtigen Anführers eines Drogenkartells überrollt hatte. Mindestens 74 Menschen kamen bei Attacken des Kartells ums Leben. Die Unruhen kommen für das Land auch deshalb ungelegen, weil es ab Juni gemeinsam mit den USA und Kanada die Fußball-Weltmeisterschaft ausrichtet.
Mexiko ist für Deutschland ein strategischer Partner und wichtiger ökonomischer Player in der Region. Viele Unternehmen wie der Automobilkonzern VW haben Werke in Mexiko. 2025 produzierte VW in seinem Werk in Puebla nach eigenen Angaben rund 336.000 Fahrzeuge. Das Handelsvolumen betrug im vergangenen Jahr laut Deutsch-Mexikanischer Industrie- und Handelskammer 25,1 Milliarden Euro - allerdings mit abnehmender Tendenz./sk/DP/zb
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