
Wer heute Bitcoin kauft, geht laut Hougan zwei Wetten zugleich ein. Erstens setze man darauf, dass die Kryptowährung ein “digitales Gold” wird und als Wertspeicher mit dem 38-Billionen-Dollar-Goldmarkt konkurriert. Sollte Bitcoin auch nur 17 Prozent dieser Bewertung in den nächsten 10 Jahren erreichen, würde das mit einem Preis von einer Million US-Dollar pro BTC einhergehen. Doch zweitens könnte sich BTC eines Tages wie eine traditionelle Währung verhalten und daher als Zahlungsmittel dienen. Hougan konstatiert: “Während des größten Teils der Geschichte von Bitcoin erschien dies den meisten Menschen höchst unwahrscheinlich”.
Der Iran-Krieg würde nun erstmals zeigen, dass Bitcoin auch als Zahlungsmittel für den internationalen Handel funktioniert. Dabei bezieht sich der Bitwise-CIO auf den von iranischen Vertretern vorgeschlagenen Plan, für die Durchfahrt von Schiffen durch die Straße von Hormus eine Gebühr zu erheben, die in BTC bezahlt werden kann. “In einer Welt, in der Länder ihre Finanzsysteme als Waffen einsetzen, entwickelt sich Bitcoin zu einer unpolitischen Alternative”, betont Hougan. Das sei zwar mit neuen Risiken verbunden, aber zumindest eine Verbesserung im Vergleich zum Status Quo, denn der Iran nutze “seit Jahren chinesische Finanzkanäle, um US-Sanktionen zu umgehen”.
Die aktuelle geopolitische Situation lasse daher vermuten, dass der potenzielle Gesamtmarkt für Bitcoin wahrscheinlich weitaus größer sei als der Goldmarkt allein. Hougan erklärt: “Sollte Bitcoin beginnen, eine doppelte Rolle als Wertspeicher (wie Gold) und als echte Währung (wie der US-Dollar) einzunehmen, müssen wir unsere Kursziele möglicherweise nach oben korrigieren.” Womöglich landet er dann bei einem ähnlichen Bitcoin-Kurs, wie ihn Michael Saylor ausgerufen hat. Mehr dazu hier: BTC steigt in 21 Jahren auf 21 Millionen.

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