Stattdessen solle ein klarer regulatorischer Rahmen geschaffen werden, der sich stärker an der tatsächlichen Funktionsweise der Märkte orientiert. Atkins erklärte: “Jahrelang hat die SEC diese Märkte nicht durch Regelsetzung, sondern durch die Macht ihrer Durchsetzungsmaßnahmen behandelt”.
Dieser Ansatz habe laut Atkins dazu geführt, dass Innovationen zunehmend außerhalb der Vereinigten Staaten entstanden seien. Wörtlich sagte er: “Eine ganze Generation digitaler Innovation hat sich außerhalb der USA entwickelt, nicht weil es an Unternehmergeist fehlte, sondern weil es an regulatorischem Willen mangelte”.
Kern der neuen Ausrichtung ist eine dreiteilige Strategie, die Atkins als “A-C-T”-Ansatz bezeichnet. Diese umfasst die Anpassung bestehender Regeln an moderne Marktstrukturen, die Klarstellung regulatorischer Zuständigkeiten sowie die Vereinfachung bestehender Vorschriften.
Im Zuge dieser Neuausrichtung hatte die SEC bereits Anfang der Woche eine Leitlinie zur Einordnung von Kryptowerten veröffentlicht. Laut Atkins handle es sich dabei um “einen Anfang, nicht um ein Ende”.
Diese sieht vor, dass viele digitale Vermögenswerte nicht unter das US-Wertpapierrecht fallen. Dazu zählen nach Angaben des SEC-Vorsitzenden insbesondere digitale Rohstoffe, Stablecoins sowie Non-Fungible Token. Als Wertpapiere gelten demnach vor allem tokenisierte klassische Finanzinstrumente.
Die SEC arbeitet dahingehend enger mit der US-Derivateaufsicht CFTC zusammen. Beide Behörden hatten zuvor ein Memorandum of Understanding unterzeichnet, um Zuständigkeiten zu koordinieren und regulatorische Überschneidungen zu reduzieren. Mehr dazu hier: SEC und CFTC beenden Krypto-Kompetenzkampf mit neuer Vereinbarung
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