- Monika Schnitzer kritisiert die Rente mit 63.
- Die gesetzliche Rente wird als Basisabsicherung gesehen.
- Die Rentenkommission soll bis Juni Reformen empfehlen.
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Wer geht mit 63 in Rente?
Schnitzer erneuerte ihre Kritik an der Rente mit 63. Man müsse sich anschauen, wer tatsächlich das Angebot für die abschlagsfreie Rente in Anspruch nehme, sagte die Vorsitzende des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Lage. Das seien Menschen, "die verdienen durchschnittlich und sind überdurchschnittlich gesund, also gerade nicht die Menschen, die sich im Beruf so kaputt gearbeitet haben, dass sie mit 63 nicht mehr arbeiten könnten". Das sei jedem gegönnt, sie sei aber "für Flexibilisierung des Renteneintrittsalters, aber dann mit den entsprechenden versicherungsmathematisch korrekten Abschlägen. Und das ist nicht der Fall".
Die "Wirtschaftsweise" verwies darauf, dass die Menschen im Vergleich zu vor 40 Jahren heute im Schnitt inzwischen acht Jahre länger in Rente seien. Das müsse auch irgendwie finanziert werden. "Es kann nur so funktionieren, dass die Menschen, die vorhaben, irgendwann einmal in Rente zu gehen, auch mehr selbst sparen, das ist das eine, und möglicherweise auch über Betriebsrenten mehr abgesichert wird" Das sei letztlich das, was auch der Kanzler angedeutet habe, wofür er viel gescholten worden sei, sagte Schnitzer.
Merz war für seine Aussage zur gesetzlichen Rente vorgeworfen worden, die Bürgerinnen und Bürger zu verunsichern. "Die gesetzliche Rentenversicherung allein wird allenfalls noch die Basisabsicherung sein für das Alter", hatte er gesagt. Sie werde nicht mehr ausreichen, um den Lebensstandard zu sichern.
Vergangenes Wochenende bekräftige er seine Forderung nach einer Stärkung der privaten Altersvorsorge, schloss aber zugleich Abstriche bei der gesetzlichen Rente aus. Zuletzt zeigte er sich zudem offen für Änderungen beim Rentenalter. Das Rentenalter an die Beitragsjahre zu koppeln, sei "ein Element einer Rentenversicherung, das ich mir vorstellen kann", bekräftigte der CDU-Vorsitzende in einem "Spiegel"-Interview.
Die Rentenkommission der Bundesregierung soll bis Ende Juni Empfehlungen für grundsätzliche Reformen vorlegen./vrb/DP/stw
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