- SAP hat bisher 15 von 40 KI-Agenten im Betrieb.
- Im ERP-Bereich ist nur eine Anwendung produktiv.
- UBS erwartet 24% Wachstum im Cloud-Geschäft 2023.
- SpaceX-Hype:
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Julian Schick SAP kommt beim großen KI-Umbau langsamer voran als selbst gesteckte Pläne es vorsahen. Das zeigt eine aktuelle Analyse der Schweizer Großbank UBS: Von den ursprünglich für Ende 2025 angepeilten mehr als 40 KI-Agenten sind aktuell gerade einmal 15 tatsächlich im Regelbetrieb verfügbar, davon allein sechs im Kundenservice-Bereich CRM. Im Kerngeschäft, der klassischen Unternehmenssoftware ERP, ist bislang nur eine einzige Anwendung produktiv im Einsatz.
Die Analysten um Michael Briest kappen deshalb ihr Kursziel für die SAP-Aktie von 205 auf 164 Euro, raten aber weiterhin zum Kauf. Der Grund für die Verzögerung liegt aus ihrer Sicht in der Natur des Geschäfts selbst: Viele SAP-Kunden nutzen hochgradig individualisierte Systeme mit unterschiedlichen Versionsständen, teils sogar eine Mischung aus Cloud- und klassischen Vor-Ort-Installationen. Solche gewachsenen Landschaften lassen sich nur schwer mit standardisierten KI-Werkzeugen ausstatten.
SAP-Technikchef Philipp Herzig räumte selbst ein, dass der digitale Assistent Joule bislang oft an denselben Grenzen scheiterte wie andere Chatbots auch, weil ihm schlicht die Anbindung an bestimmte Systeme fehlte.
Genau diese Komplexität, so das Fazit der UBS, sei aber zugleich ein Schutzwall gegen Angreifer aus der KI-Welt: Wer die gewachsenen Kundenlandschaften nicht kennt, tut sich mit dem Verkauf konkurrierender Lösungen ebenfalls schwer. Zukäufe wie Reltio, Dremio und Prior Labs sollen nun helfen, den Rückstand aufzuholen.
Finanziell bleibt der Ausblick solide: Für das laufende Jahr rechnet UBS mit einem Wachstum des Cloud-Geschäfts von rund 24 Prozent, die Ergebnisschätzung je Aktie wird für die kommenden drei Jahre um etwa drei Prozent gesenkt.
Die viel diskutierte "Rule of Forty", ein kombiniertes Ziel aus Wachstum und freiem Cashflow, dürfte SAP (SAP Aktie) nach Einschätzung der Analysten in diesem Jahrzehnt nicht mehr erreichen. Die Quartalszahlen für das zweite Vierteljahr veröffentlicht der Softwarekonzern am 23. Juli nach Börsenschluss.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
|
10
|
20
|
| Fallender Kurs |
Put
|
5
|
10
|
20
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