dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 349

ROUNDUP: CDU-Politiker dringt auf schärfere Kontrollen für Ölkonzerne

BERLIN (dpa-AFX) - Der CDU-Politiker Sepp Müller hat angesichts steigender Energie- und Spritpreise verlangt, dass das Kartellamt im Umgang mit den Mineralölkonzernen eingreift. Aus der SPD kommt die Forderung nach einem Paket für faire Preise an der Tankstelle.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
BP plc 6,752 € BP plc Chart 0,00%
Zugehörige Wertpapiere:
Brent Crude Rohöl ICE Rolling 110,9389 $ Brent Crude Rohöl ICE Rolling Chart 0,00%
Zugehörige Wertpapiere:
ConocoPhillips Inc 125,78 $ ConocoPhillips Inc Chart 0,00%
Zugehörige Wertpapiere:
Exxon Mobil Corp 154,33 $ Exxon Mobil Corp Chart 0,00%
Zugehörige Wertpapiere:
Shell plc 38,645 € Shell plc Chart 0,00%
Zugehörige Wertpapiere:
TotalEnergies SE 92,74 $ TotalEnergies SE Chart 0,00%
Zugehörige Wertpapiere:
WTI Rohöl NYMEX Rolling 105,1772 $ WTI Rohöl NYMEX Rolling Chart 0,00%
Zugehörige Wertpapiere:

Müller ist Mitglied einer Arbeitsgruppe der Koalitionsfraktionen im Bundestag, die die steigenden Preise infolge des Iran-Krieges im engen Austausch mit der Regierung analysiert und Handlungsmöglichkeiten prüft. "Das schärfste Schwert, das hat das Kartellamt als unabhängige Behörde, deshalb werden wir diese zur nächsten Taskforce-Sitzung einladen mit den Mineralölkonzernen", sagte Müller im ARD-"Morgenmagazin".

Das "schärfste Schwert" ist laut Müller der Paragraf 32f des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen (GWB), das in der vergangenen Wahlperiode eingeführt worden sei. Der Paragraf mache etwa Strafzahlungen und Eingriffe in das Unternehmen möglich, führte der Politiker aus - "weil das, was hier passiert, ist maximal unverhältnismäßig". Es gebe eine "freche Preisabzocke an unseren Zapfsäulen", schrieb Müller nach seinem TV-Auftritt auf der Plattform X. Deshalb werde man die Chefs der Mineralölkonzerne und das Kartellamt in die Arbeitsgruppe einladen: "Und dann werden wir über die Werkzeuge reden".

Paragraf 32f GWB regelt die sogenannte Sektoruntersuchung. Zuvor hatte das Kartellamt lediglich geprüft, ob der Wettbewerb in einem ganzen Sektor eingeschränkt ist. Das neue Gesetz ermöglicht es dem Kartellamt aber nun, Anordnungen gegenüber Unternehmen zu treffen, wenn es in dem betreffenden Wirtschaftszweig - also etwa auf dem Kraftstoffmarkt - eine "erhebliche und fortwährende Störung des Wettbewerbs" festgestellt hat. Solche Anordnungen können etwa die Herausgabe von Daten oder die Verpflichtung zur Schaffung transparenter Standards betreffen.

SPD-Fraktionsvize Armand Zorn verlangte von Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) Maßnahmen der Regierung. "Die hohen Preise belasten die Verbraucher und Verbraucherinnen nun schon seit einer Woche, wir müssen jetzt ins Handeln kommen", sagte der Wirtschaftspolitiker der Deutschen Presse-Agentur. Er schlägt vor, dass die Preise an der Zapfsäule nur noch einmal am Tag erhöht werden dürfen. "Da kann kein Verbraucher mehr durchblicken und die günstigste Tankstelle finden." Auch für eine Preisobergrenze zeigte sich Zorn offen.

Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB43F63 , DE000NB5E0B4 , DE000NB6EZ70 , DE000NB5RRA8 , DE000NB59S44 , DE000NB59S10 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.

Die Arbeitsgruppe von Union und SPD will sich am Montag vom Bundeskartellamt über die Preisentwicklung unterrichten lassen. Infolge der militärischen Eskalation im Nahen Osten sind zuletzt unter anderem Preise an den Tankstellen, für Heizöl und Gas gestiegen. Treiber ist der Ölpreis. Er reagiert besonders empfindlich, weil der Iran-Krieg die Meeresstraße von Hormus betrifft, eine der wichtigsten Schiffsrouten des weltweiten Öltransports./eub/DP/stw

Für dich aus unserer Redaktion zusammengestellt

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend