Die Brooklyn Bridge in New York (USA) im Schein des Sonnenuntergangs.
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ROUNDUP/Aktien New York Schluss: Chinas Gegenzölle sorgen für Ausverkauf

NEW YORK (dpa-AFX) - Die Ankündigung von Gegenzöllen auf US-Importe durch China hat den jüngsten Kurseinbruch an den New Yorker Börsen am Freitag noch verschärft. Der Dow Jones Industrial sackte um weitere 5,50 Prozent auf 38.314,86 Zähler ab. Die hohen Verluste wurden von weit überdurchschnittlichen Handelsumsätzen begleitet, die wohl den Begriff Ausverkauf rechtfertigen.

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Am Vortag war der weltweit bekannteste Aktienindex bereits um 4 Prozent gefallen, nachdem US-Präsident Donald Trump umfangreiche Importzölle angekündigt hatte. Der Dow fiel am Freitag auf den niedrigsten Stand seit Mitte vergangenen Jahres. Mit einem Wochenminus von mehr als 8 Prozent war es für den Dow die verlustreichste Börsenwoche seit Jahren.

Der von den großen Technologieaktien dominierte Nasdaq 100 büßte 6,07 Prozent auf 17.397,70 Punkte ein und fiel auf den tiefsten Stand seit Mai 2024. Im Börsenjahr 2025 steht mittlerweile ein Verlust von mehr als 17 Prozent zu Buche. Wie schon am Vortag zählten die Papiere großer Chip-Hersteller zu den größten Verlierern. Der marktbreite S&P 500 rutschte um 5,97 Prozent auf 5.074,08 Zähler ab. Der Wochenverlust war der größte seit März 2020.

China kündigte Gegenzölle auf US-Importe in Höhe von 34 Prozent an. Sie sollen am 10. April in Kraft treten. Dies jage einen weiteren Schock der Angst durch die Märkte, schrieb Susannah Streter vom britischen Investmenthaus Hargreaves Lansdown. "Die große Sorge ist, dass dies ein Zeichen für eine scharfe Eskalation des Zollkriegs ist, die erhebliche Auswirkungen auf die Weltwirtschaft haben wird."

Zudem könnten schon Mitte des Monats Gegenzölle der EU in Kraft treten, welche diese ursprünglich schon für Anfang April erwogen hatte. Laut der US-Bank JPMorgan ist die Wahrscheinlichkeit einer weltweiten Rezession zuletzt von 40 auf 60 Prozent gestiegen. Die Marktexperten großer Banken senken nun ihre Kursziele für die großen US-Aktienindizes zum Ende dieses Jahres.

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An den US-Börsen standen wie schon am Vortag vor allem Tech-Aktien unter Druck, zuvorderst die von Chip-Produzenten. Die Kursverluste von Nvidia , Applied Materials , Intel , Broadcom , AMD und Micron reichten bis zu 13 Prozent.

Unter den Tech-Giganten büßten Apple (Apple Aktie) -Aktien nach gut 9 Prozent am Vortag nun weitere 7,3 Prozent ein. Damit hat der iPhone- und Mac-Hersteller in nur zwei Tagen mehr als 500 Milliarden US-Dollar an Börsenwert verloren.

Abgestoßen wurden ferner die Aktien von "Big Oil" wie Exxon Mobil , Chevron (Chevron Aktie) , Baker Hughes und Constellation Energy . Die Kursverluste reichten von etwa 7 bis 13 Prozent. Investoren verkaufen aus Sorge vor einer Rezession in den USA die Aktien dieser sehr konjunkturabhängigen Branche.

In dem schwer angeschlagenen Börsenumfeld stiegen Nike (Nike Aktie) um 3 Prozent und Lululemon um 3,2 Prozent. US-Präsident Donald Trump ließ in sozialen Medien wissen, er habe ein "sehr produktives" Gespräch mit dem vietnamesischen Politiker To Lam geführt. Vietnam wolle demzufolge die Zölle auf Importwaren "nahe Null" senken. Zuletzt hatte Trump für Einfuhren aus Vietnam, in dem etliche US-Bekleidungs- und Schuhhersteller ihre Produkte fertigen lassen, einen Zoll von 46 Prozent verhängt.

Die an der New York Stock Exchange beziehungsweise an der Nasdaq gelisteten Anteilscheine der chinesischen Internet-Branchengrößen Alibaba und Baidu büßten 9,9 respektive 8,2 Prozent ein.

Abseits des Tech-Sektors brachen die Papiere des Chemiekonzerns Dupont um fast 13 Prozent ein. China ermittelt gegen den Chemiekonzern wegen eines möglichen Verstoßes gegen Wettbewerbsvorschriften./bek/he

--- Von Benjamin Krieger, dpa-AFX ---

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