ROUNDUP 2: US-Bericht räumt Munitionsmangel infolge des Iran-Kriegs ein

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Die Flagge des Iran.
- pixabay.com

(neu: Schätzung des Haushaltsbüros des US?Kongresses, 3. Absatz)

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WASHINGTON (dpa-AFX) - Eine Aufsichtsbehörde des US-Verteidigungsministeriums hat in einem ersten offiziellen Bericht an den Kongress Munitionsengpässe infolge des Iran-Kriegs eingeräumt. Der Munitionsverbrauch im Rahmen der "Operation Epic Fury" (auf Deutsch etwa: "Operation Epische Wut") habe "strategische Bestandslücken" verursacht und "Engpässe in der Rüstungsindustrie bei der Nachschubversorgung offenbart", hieß es in dem am Montag (Ortszeit) erschienenen Bericht.

Um diese Engpässe zu verringern, arbeite das Verteidigungsministerium daran, Beschaffungsprozesse und Produktionsvorlaufzeiten zu straffen und kritische Materialien, Komponenten und ausgewählte Munition einzulagern, "um im Notfall schnell reagieren zu können", hieß es. Verfasst wurde der Bericht von der Generalinspektion des Pentagons, einer unabhängigen Behörde innerhalb des Ministeriums. Er deckt den Zeitraum vom 1. April bis 30. Juni ab.

Etliche Milliarden Dollar (Dollarkurs) allein für Munition

Dem Bericht zufolge schätzt das Verteidigungsministerium die Kosten des Einsatzes bis Ende Juni auf 33,4 Milliarden US-Dollar (rund 28,9 Milliarden Euro). Verbrauchte Munition ist mit über 22 Milliarden Dollar der mit Abstand größte Posten. Laut einer Schätzung des Haushaltsbüros des US-Kongresses (Congressional Budget Office), das Analysen erstellt, waren es bis zum 1. August rund 38 Milliarden Dollar (rund 33 Milliarden Euro). Mit jedem weiteren Monat - vorausgesetzt, das Einsatzniveau sei wie im Mai und Juni - kommen demnach geschätzt 2 Milliarden Dollar hinzu.

Über schwindende Vorräte hatten zuvor unter anderem der US-Sender CNN und die Zeitung "Washington Post" berichtet und sich dabei auf mit der Angelegenheit vertraute Quellen berufen. Allen voran gehe es dabei um weitreichende Marschflugkörper vom Typ Tomahawk und Patriot-Abfangraketen, die auch die Ukraine derzeit dringend benötigt. Nähere Angaben zu diesen Waffen gingen aus dem Bericht nicht hervor.

Trump droht nach Berichten zu Munitionsvorräten mit Haftstrafen

Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte Berichte über Munitionsknappheit wiederholt zurückgewiesen. Auch US-Präsident Donald Trump war solchen Berichten immer wieder entgegengetreten und hatte Menschen, die diese verbreiten, mit langen Haftstrafen gedroht. Am Montag schrieb er auf seiner Plattform Truth Social, die USA produzierten mehr Waffen "als jemals zuvor in unserer Geschichte". Diese würden täglich an die Streitkräfte im Nahen Osten und darüber hinaus geliefert./alz/DP/nas



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