Die neuen Funktionen “Digital Asset Accounts” und “Unified Treasury” basieren auf der Infrastruktur von GTreasury, das Ripple im Jahr 2025 übernommen hat. Das System verarbeitete im vergangenen Jahr ein Zahlungsvolumen von 13 Billionen US-Dollar für Kunden vom Mittelstand bis hin zu Fortune-500-Unternehmen.
Über die Digital Asset Accounts erstellen Treasury-Teams Ripple-native Konten direkt auf der Plattform. XRP-, RLUSD- und andere Token-Bestände erscheinen neben den Cash-Positionen. Transaktionen werden automatisch mit den entsprechenden Notional-Beträgen und Marktpreisen erfasst, was Unternehmensangaben zufolge manuelle Buchungen für Revisionspfade überflüssig macht.
Um Abstimmungsprobleme bei der Rekonstruktion von On-Chain-Daten zu vermeiden, erfasst das System Bestände mit einer Präzision von 15 Dezimalstellen. Das Feature Unified Treasury verbindet zudem digitale Bestände von verschiedenen externen Depotbanken über dieselbe API-Schnittstelle, die Ripple Treasury bereits für Bankintegrationen nutzt. CFOs benötigen somit keine separate Wallet-Infrastruktur oder Drittplattformen mehr.
Der Ausbau des Enterprise-Treasury-Management-Systems markiert den Beginn einer umfassenderen Offensive für digitale Assets. Ripple plant den Ausbau der Services auf Bereiche wie grenzüberschreitende Abrechnungen, Intercompany-Zahlungen und die Generierung von Übernacht-Renditen auf brachliegende Barmittel über Repo-Märkte, gesteuert durch Stablecoins.

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