Ray Dalio warnt Anleger: "Die monetäre Ordnung bricht zusammen"
Hedgefonds-Manager Ray Dalio rechnet mit dem baldigen Ende des US-Dollars als Weltleitwährung. Das sind die Folgen für Bitcoin und Gold.
Vor dem Hintergrund der Grönland-Zolldrohungen und der erratischen Wirtschaftspolitik von US-Präsident Donald Trump spricht Hedgefonds-Manager Ray Dalio eine klare Warnung für die Weltwirtschaft aus. Ein historischer Umbruch bahne sich an, der insbesondere den Status des US-Dollars als Weltreservewährung infrage stelle.
In einem X-Post machte der Milliardär bereits am Montag eine düstere Prognose: “Es geschieht jetzt. Die bestehende Fiat-Währungsordnung, die innenpolitische Ordnung und die internationale geopolitische Ordnung brechen zusammen, sodass wir am Rande von Kriegen stehen.”
Nun schiebt er in einem CNBC-Interview nach: Die derzeitige Währungsordnung würde gerade “zerfallen”, was sich in einer Verhaltensänderung zeige: “Fiat-Währungen und Schulden als Vermögensspeicher werden von den Zentralbanken nicht mehr in gleicher Weise gehalten”, erklärt Ray Dalio. “Der größte Markt, der sich im letzten Jahr bewegt hat, war Gold – weitaus besser als die Technologiemärkte.”
Erst Anfang diesen Monats hatte der Hedgefonds-Manager erklärt, warum KI-Aktien nicht das beste Investment 2025 waren: “Die größten Renditen (und damit die größte Geschichte) kamen vom Wertverlust des Geldes – insbesondere des US-Dollars – sowie von der Underperformance der US-Aktien gegenüber Gold und ausländischen Märkten.”
Die Beziehungen zwischen den USA und den wichtigsten ausländischen Inhabern von US-Dollar und US-Staatsanleihen seien zunehmend angespannt, gibt Ray Dalio gegenüber CNBC zu bedenken. “Wenn andere Länder, die Dollar halten, nervös werden, während die USA immer mehr produzieren, ist das ein großes Problem”.
In der Flucht aus Fiat-Währungen erkennt er eine natürliche Reaktion auf Instabilität und eine Spiegelung vergangener Zyklen, in denen geopolitische Konflikte und fiskalische Exzesse Institutionen zu “härteren” Assets trieben.
Privatanlegern empfahl Ray Dalio schon im Sommer: Wer sich gegen die Entwertung von US-Dollar, Euro und Co. absichern möchte, sollte “etwa 15 Prozent“ in Gold oder Bitcoin halten. Trotz seiner persönlichen Edelmetall-Präferenz nannte er Bitcoin ausdrücklich ein “effektives Diversifikationsinstrument“.
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