Ray Dalio: "Goldanteil im Portfolio sollte deutlich steigen! - Die ultimative Versicherung!"
Der Gründer von Bridgewater Associates, Ray Dalio, warnt vor einer gefährlichen Mischung aus Schulden, Inflation und geopolitischen Spannungen. Anleger sollten laut dem Milliardär jetzt bis zu 15 Prozent ihres Portfolios in Gold halten – deutlich mehr als üblich.
Ray Dalio, Gründer des weltgrößten Hedgefonds Bridgewater Associates, sieht die globale Finanzlage in einer Phase historischer Umbrüche. Auf dem Greenwich Economic Forum in Connecticut erklärte der Starinvestor, dass die aktuelle Situation stark an die frühen 1970er-Jahre erinnere – eine Zeit, in der Inflation, Schulden und politische Unsicherheiten die Märkte erschütterten.
Gold als strategisches Schutzschild:
Dalio rät Anlegern, Gold (Goldkurs) stärker in der strategischen Vermögensaufteilung zu gewichten: Bis zu 15 Prozent des Gesamtportfolios sollten nach seiner Einschätzung in das Edelmetall fließen. "Gold ist ein hervorragender Diversifikator", so Dalio. "Es ist die eine Anlageklasse, die dann gut läuft, wenn der Rest des Portfolios unter Druck steht."
Der Aufruf kommt in einer Phase, in der der Goldpreis auf ein neues Allzeithoch von über 4.000 US-Dollar je Feinunze gestiegen ist. Dienstag notierten die Futures bei 4.005,80 US-Dollar. Seit Jahresbeginn hat Gold damit um mehr als 50 Prozent zugelegt – ein außergewöhnlicher Anstieg, der von der Flucht in sichere Häfen, steigenden Staatsschulden und globalen Konflikten getrieben wird.
Ein Rückblick auf die 1970er:
Dalio vergleicht die Gegenwart mit der Phase nach dem Ende des Goldstandards Anfang der 1970er-Jahre. Damals führten hohe Staatsausgaben, expansive Geldpolitik und steigende Preise zu einem massiven Vertrauensverlust in Papierwährungen. "Wenn man Geld hält und es in Schuldtitel steckt, während das Angebot an Schulden immer größer wird, dann ist das kein verlässlicher Wertspeicher", warnte Dalio.
Alternative Anlagephilosophie:
Mit seiner Empfehlung widerspricht Dalio der klassischen 60-40-Strategie vieler Vermögensberater, bei der 60 Prozent des Kapitals in Aktien und 40 Prozent in Anleihen investiert werden. Gold und andere Rohstoffe spielen dabei meist nur eine Nebenrolle. Doch Dalio argumentiert, dass die Zeit der klassischen Portfoliomischung vorbei sein könnte – zu groß seien die Risiken durch Geldentwertung und politische Instabilität.
Auch Jeffrey Gundlach, CEO von DoubleLine Capital, teilt diese Einschätzung. Er empfiehlt sogar, bis zu 25 Prozent eines Portfolios in Gold zu investieren. Gundlach erwartet, dass das Edelmetall weiter profitieren wird – angetrieben durch anhaltende Inflation und eine strukturell schwächere US-Währung.
Gold als letzter Anker:
Dalio betont, Gold sei eine Anlageklasse, die unabhängig von Gegenparteien funktioniere. "Gold ist das einzige Asset, das man besitzen kann, ohne darauf angewiesen zu sein, dass jemand anderes seine Verpflichtung erfüllt", sagte er. Damit hebt er den Unterschied zu Anleihen, Aktien oder Währungen hervor, die alle von Vertrauen in Emittenten und Staaten abhängen.
"Ultimative Versicherung"
Der Rekordpreis von über 4.000 Dollar (Dollarkurs) pro Unze schreckt Ray Dalio nicht. Im Gegenteil – er sieht Gold als notwendigen Anker in einem fragilen Finanzsystem. In Zeiten hoher Verschuldung, geldpolitischer Unsicherheit und wachsender geopolitischer Spannungen könnte das Edelmetall erneut seine historische Rolle als "ultimative Versicherung" einnehmen. Für Anleger, so Dalio, sei jetzt der Moment, die klassische Portfoliologik zu überdenken – und Gold mehr Raum zu geben.
Redaktion Ariva/MW
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