"Vieles ist erneuert, an vielem wird noch gebaut. Manches bleibt bewusst unfertig, als Mahnmal für ein Ereignis, das hoffentlich niemals wiederkehrt. Aber so sehr es den Menschen nicht nur im Ahrtal zu wünschen ist, dass es sich nicht wiederholt: Hoffnung ist beim Hochwasser- und Katastrophenschutz keine zulässige Kategorie, schon gar nicht in Zeiten des Klimawandels. Schutz entsteht nicht nur durch Bauwerke. Durch die Flut verloren 136 Menschen allein in Rheinland-Pfalz ihr Leben. Deshalb braucht es auch Schutz gegen die Wunden in den Seelen, die bei vielen Menschen immer noch ebenso klaffend sind wie die Gerippe mancher Häuser im Tal. Dabei auf die vermeintlich größte aller Heilerinnen - die Zeit - zu setzen wäre mindestens zynisch, wenn nicht Schlimmeres."/yyzz/DP/stw
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