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Presse: Spekulation um angeblichen Abschiedsbrief von Epstein

WASHINGTON (dpa-AFX) - Der Sexualstraftäter Jeffrey Epstein soll laut einem Bericht in den Wochen vor seinem Suizid ein Abschiedsschreiben verfasst haben, das bislang nicht Teil der Untersuchungen des US-Justizministeriums gewesen ist. Ein Zellengenosse Epsteins soll das Schreiben nach einem ersten mutmaßlichen Suizidversuch des Sexualstraftäters im Juli 2019 in einem Comic-Roman gefunden haben, berichtet die "New York Times" unter Berufung auf den Mitinsassen.

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Ein Mann liest Wirtschaftsnachrichten (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com:

Das Schreiben auf einem gelben Papier habe der Zellengenosse seinen Anwälten gegeben, um Vorwürfe zu entkräften, er habe Epstein angegriffen, berichtet die Zeitung unter Berufung auf den Mitinsassen. Der Brief sei unter Verschluss. Die "New York Times" habe ihn nicht selbst einsehen können und deshalb beim Gericht einen Antrag auf Offenlegung eingereicht. Das US-Justizministerium habe der Zeitung bestätigt, dass der Brief den Behörden nicht vorliegt.

Sollte das Schreiben authentisch sein, könnte es einen Einblick in den psychischen Zustand Epsteins in den Wochen vor seinem Tod geben.

Missbrauch über Jahre

Der Multimillionär Epstein hatte über Jahre einen Missbrauchsring betrieben, dem zahlreiche junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen. Unter seinen Klienten sollen viele einflussreiche Menschen gewesen sein.

Vor fast 20 Jahren kamen die Vorwürfe vor Gericht, und Epstein bekannte sich in bestimmten Punkten schuldig. Jahre später wurde der Fall neu aufgerollt und der Multimillionär wieder festgenommen. Noch bevor ein mögliches weiteres Urteil gefällt werden konnte, starb der Finanzier am 10. August 2019 im Alter von 66 Jahren in seiner Gefängniszelle. Im Obduktionsbericht wurde Suizid als Todesursache genannt./nak/DP/stw

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