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Polizei startet Großeinsatz für Castor-Transport

JÜLICH/AHAUS (dpa-AFX) - Die Polizei hat einen Großeinsatz zum Schutz des dritten Castor-Transports aus dem Forschungszentrum Jülich ins Zwischenlager Ahaus gestartet. Wann genau der Transport von hochradioaktivem Atommüll stattfinden soll, sagen die Einsatzkräfte nicht. Anti-Atomkraft-Initiativen haben den Transport für heute Abend erwartet. An mehreren Stellen gab es Proteste.

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Eine Einsatzkraft der Polizei bei einer Demonstration. (Symbolbild)
Quelle: - ©pixabay.com:

Am Forschungszentrum in Jülich bei Aachen riefen Initiativen zu einer Mahnwache auf. Am Ziel des Transports in Ahaus ist eine Fahrrad-Demo durch die Innenstadt geplant. Die Demo soll mit einer Mahnwache auf einer Kreuzung enden, über die der Castor-Transport nach Angaben der Initiativen fahren muss.

Zuletzt hatten sich wenige hundert Menschen an den Protesten gegen die Atommüll-Transporte beteiligt.

Castor-Transporte bislang ohne Zwischenfälle

Der erste beiden Transporte von Atommüll-Behältern aus Jülich nach Ahaus waren in den vergangenen Wochen ohne Zwischenfälle verlaufen. Die Polizei begleitet die stark gesicherten Transporte jeweils mit einem Großaufgebot.

In den Behältern werden insgesamt gut 288.000 tennisballgroße Brennelemente aus dem Versuchsreaktor transportiert. Der Reaktor war ein Kugelhaufen-Hochtemperaturreaktor. Die Anlage war von 1967 bis 1988 in Betrieb.

152 Castor-Behälter müssen nach Ahaus

Die Brennstoffe in den Kugeln geben weiterhin radioaktive Strahlung ab und wären außerhalb der Castor-Behälter hochgefährlich. In jeden Behälter passen maximal 1.900 Kugeln, die insgesamt rund zwei Kilogramm Brennstoff enthalten. Ein beladener Castor-Behälter wiegt rund 27 Tonnen, ein Sattelzug mitsamt einem vollen Behälter knapp 130 Tonnen.

Insgesamt ist geplant, 152 Castor-Behälter nach Ahaus zu bringen. Hintergrund ist eine Anordnung der NRW-Atomaufsicht, das Zwischenlager in Jülich zu räumen, weil eine Erdbebensicherheit dort nicht nachgewiesen werden konnte./mhe/DP/jha

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