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POLITIK: Ägypten verteidigt Militäreinsätze nahe Gazastreifen

KAIRO (dpa-AFX) - Ägypten verteidigt die Präsenz seiner Truppen nahe der Grenze zu Israel und zum Gazastreifen, wo die israelische Armee Krieg führt. Das ägyptische Militär werde die eigenen Grenzen gegen "alle Gefahren" sichern, teilte der Staatsinformationsdienst (SIS) am Samstagabend mit. Dazu zählten "terroristische Aktivitäten und Schmuggel". Die Truppen seien im Rahmen geltender Vereinbarungen aus dem Friedensvertrag mit Israel im Einsatz.

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Ein Straßenzug in Kairo, Ägypten.
Quelle: - pixabay.com:

Ägypten hatte 1979 als erstes arabisches Land mit Israel Frieden geschlossen. Das Verhältnis ist im Zuge des Kriegs im benachbarten Gaza aber so belastet wie seit Jahrzehnten nicht. Ägyptens Präsident Abdel Fattah al-Sisi hatte Israel vor einigen Tagen als "Feind" bezeichnet - offenbar die erste Formulierung dieser Art seit al-Sisis Amtsantritt im Jahr 2014. Israel drohe mit seinem Verhalten, "bestehende Friedensverträge zu beenden".

Seit Beginn des Gaza-Kriegs im Oktober 2023 hat Ägypten Sorge, dass Palästinenser in großer Zahl über die Grenze in den Nord-Sinai kommen könnten. Ägypten hat dies als rote Linie bezeichnet und als Gefahr für seine nationale Sicherheit. Das Land kontrolliert in der Stadt Rafah den einzigen Grenzübergang zum Gazastreifen, der nicht von Israel kontrolliert wird. Im Zuge der kürzlich begonnenen israelischen Offensive in der Stadt Gaza flüchten derzeit viele Menschen auf der verzweifelten Suche nach Schutz in Richtung Süden des abgeriegelten Küstengebiets - und damit in die Nähe zur ägyptischen Grenze.

Die Äußerungen aus Kairo folgen auf Medienberichte über eine angebliche Aufrüstung im Sinai. Die Nachrichtenseite Axios berichtete unter Berufung auf israelische Regierungsvertreter, dass Ägypten dort Infrastruktur baue, die für Angriffe genutzt werden könnte - und zwar in Gebieten, in denen laut Friedensvertrag nur leichte Waffen erlaubt sind. Axios berichtete auch, dass Israel über den Verbündeten USA offenbar Druck auf Ägypten ausüben will, um die angebliche Aufrüstung zu verhindern./jot/DP/stw


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