PepsiCo-Aktie nahe Jahrestief: Ist die Dividende jetzt noch ein Grund zum Kauf?
Nicolas Ebert
Nicolas Ebert
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Die Deutsche Bank kassiert ihre Kaufempfehlung für PepsiCo. Die Aktie notiert nahe dem Jahrestief. Die Dividende lockt mit 4,6 Prozent. Doch im Heimatmarkt klemmt es. Am 8. Oktober folgt der Härtetest.
Für dich zusammengefasst:
Die Deutsche Bank hat die Kaufempfehlung für PepsiCo aufgehoben.
PepsiCo verzeichnete im zweiten Quartal einen Umsatz von 24,18 Mrd. USD.
Die Aktie notiert bei 128,54 USD, nahe ihrem Jahrestief.
Die Deutsche Bank (Deutsche Bank Aktie) gibt ihre Kaufempfehlung für PepsiCo auf. Analyst Steve Powers senkte das Votum für den Getränke- und Snackkonzern auf "Halten" und kappte das Kursziel von 155 auf 138 US-Dollar. Das berichtet das Finanzportal Seeking Alpha.
Die niedrige Bewertung erkennt Powers zwar an. Eine Wende sei inzwischen aber kompliziert. Ihm fehle die Gewissheit über die Strategie in Nordamerika. Zudem zweifle er, dass sich das Snackgeschäft PepsiCo Foods North America nachhaltig erholt.
Die Rezepte greifen nicht
Powers erinnert an seine Hochstufung Ende 2024. Damals habe das Management die Probleme richtig erkannt. Günstigere Preise, neue Produkte, mehr Regalplatz, frische Markenauftritte und Investitionen aus Einsparungen sollten Wachstum und Gewinn wieder normalisieren. Fast zwei Jahre später hätten viele dieser Maßnahmen nur gemischte oder kurzlebige Erfolge gebracht, schreibt Powers. Snacks und Getränke in Nordamerika kämpften weiter um Absatz, Marktanteile und Marge.
Die Zahlen stützen die Skepsis. Im zweiten Quartal stieg der Umsatz auf 24,18 Milliarden US-Dollar, aus eigener Kraft wuchs PepsiCo aber nur um 2,4 Prozent. In Nordamerika sank der Getränkeabsatz um vier Prozent, bei Snacks trat der Konzern auf der Stelle. Das Management verwies auf knappe Haushaltskassen. Wachstum kam vor allem aus dem Ausland.
Für das Gesamtjahr hält PepsiCo an seiner Prognose fest: zwei bis vier Prozent organisches Umsatzwachstum und vier bis sechs Prozent mehr Gewinn je Aktie zu konstanten Wechselkursen.
Vorbörslich gab die Aktie am Montag leicht auf 128,54 US-Dollar nach. Damit notiert sie knapp über ihrem 52-Wochen-Tief von 126,90 US-Dollar und weit unter dem Hoch von 171,48 US-Dollar.
Die Wall Street ist sich einig: Die 24 von Stockanalysis erfassten Analysten raten im Schnitt zum Halten. Ihr Kursziel liegt bei 155 US-Dollar. Trost spendet die Dividende. PepsiCo zahlt 5,92 US-Dollar je Aktie. Das entspricht einer Rendite von 4,6 Prozent. Die Ausschüttung stieg 54 Jahre in Folge.
Fazit
PepsiCo ist günstig, aber nicht ohne Grund. Solange der Heimatmarkt schwächelt, fehlt der Aktie ein Treiber. Die Quartalszahlen am 8. Oktober zeigen, ob die Maßnahmen in Nordamerika greifen. Einkommensorientierte Anlegerinnen und Anleger finden in der Dividende einen soliden Puffer. Wer auf Kursgewinne setzt, sollte eine Trendwende im Nordamerikageschäft abwarten.
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