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Ölpreise legen trotz Angebotsausweitung durch Opec+ zu

NEW YORK/LONDON (dpa-AFX) - Die Ölpreise haben am Montag trotz einer erneuten Ausweitung des Ölangebots durch die Opec+ zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent zur Lieferung im August kostete zuletzt 65,41 US-Dollar. Das waren 2,64 US-Dollar mehr als am Vortag. Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im Juli stieg um 2,84 Dollar (Dollarkurs) auf 63,64 Dollar.

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Offshore-Plattform (Symbolbild).
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Eine Kerngruppe des Ölkartells Opec+ setzt ihre Ausweitung der Fördermengen im Sommer fort. Die acht Staaten, darunter Saudi-Arabien und Russland, werden ihre gemeinsame Tagesproduktion im Juli um 411.000 Barrel erhöhen, hieß es in einer Mitteilung nach einer Online-Sitzung der Gruppe am Sonntag. Diese Entscheidung sei "angesichts der stabilen globalen Wirtschaftsprognosen und der aktuell gesunden Marktgrundlagen" getroffen worden. In den vergangenen Monaten hatten die acht Staaten bereits für Mai und Juni einen Anstieg von jeweils 411.000 Barrel beschlossen.

Der jüngste Schritt war von den Märkten bereits erwartet worden. Zuletzt war auch auf eine noch weitergehende Fördermengenausweitung spekuliert worden. Russland und andere Mitgliedsländer waren gegen eine Ausweitung. Saudi-Arabien setzte sich jedoch laut Beobachtern durch.

Ölhändler würden auch wieder vermehrt auch geopolitische Risiken schauen, hieß es am Markt. Dies sorge ebenfalls für weiteren Rückwind für die Ölpreise. Am Wochenende hatte der ukrainische Geheimdienst SBU in einer koordinierten Aktion mehrere russische Militärflughäfen attackiert.

Zudem verschärft sich der Konflikt zwischen dem Iran und den USA. Die iranische Produktion an beinahe waffentauglichem Uran hat sich während der Atomverhandlungen zwischen dem Iran und den USA stark erhöht, berichtete am Wochenende die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien. In einem zweiten Bericht zur mangelnden Kooperation Teherans mit der Atombehörde stellte IAEA-Chef Rafael Grossi fest, dass die Islamische Republik in der Vergangenheit nukleare Aktivitäten und Materialien an drei Einrichtungen vor der IAEA verborgen hatte. Der Iran will nach Angaben von Außenamtssprecher Ismail Baghai auf keinen Fall auf eine eigenständige Urananreicherung verzichten - auch nicht, wenn ein regionales Atomkonsortium gegründet werden sollte.

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Unverändert im Fokus steht auch der Zollkonflikt. US-Präsident Donald Trump will nun Zölle für die Einfuhr von Stahl in die Vereinigten Staaten von derzeit 25 Prozent auf 50 Prozent des Warenwerts verdoppeln. Zudem haben sich im Handelskonflikt zwischen China und den USA beide Seiten erneut mit Vorwürfen überzogen./jsl/mis

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