Der Preis für ein Barrel der US-Sorte WTI zur Lieferung im Juli lag am Abend bei 72,60 Dollar und damit 4,56 Dollar höher als ein Tag zuvor. In der Spitze hatte ein Fass WTI am Morgen 77,62 Dollar gekostet.
Israel hatte in der Nacht einen Großangriff auf iranische Städte und Atomanlagen begonnen und damit an den Rohstoffmärkten die Furcht vor einer Eskalation der Lage in der ölreichen Region am Persischen Golf geschürt. Im Zuge des israelischen Großangriffs ist nach Angaben der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) eine der wichtigsten iranischen Atomanlagen zum Ziel geworden.
Irans Staatsoberhaupt Ajatollah Ali Chamenei droht Israel als Reaktion auf den nächtlichen Großangriff mit Vergeltung. Nach israelischen Angaben schickte der Iran mehr als 100 Drohnen in Richtung Israel. Bereits am Vortag waren die Ölpreise deutlich gestiegen, nachdem der Abzug von US-Botschaftspersonal aus dem Nachbarland Irak Hinweise auf einen bevorstehenden Angriff geliefert hatte.
Nach Einschätzung von Rohstoffexperten der Commerzbank (Commerzbank Aktie) sei kurzfristig mit weiter erhöhten Risikoprämien auf den Ölpreis zu rechnen. Es bestehe die Sorge, dass der Konflikt eskaliert und zu Unterbrechungen des Ölangebots führe. Die Commerzbank-Experten weisen darauf hin, dass ein Drittel des weltweiten Ölangebots aus der betroffenen Region stamme./men
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