Nvidia-Aktie: Das ist gerade nichts Ganzes und nichts Halbes ...
Max Gross
Max Gross
Max Gross verfügt über langjährige Börsenerfahrung, davon fünf Jahre als Redakteur bei einem der führenden Anlegermagazine Deutschlands. Für ARIVA.DE bereitet er Markt- und Unternehmensentwicklungen fundiert, praxisnah und mit klarem Fokus auf Anlageentscheidungen auf. Sein Schwerpunkt liegt auf US-Aktien, Dividendenwerten und Value-Titeln. Ziel seiner Arbeit ist es, Anlegerinnen und Anlegern relevante Informationen, konkrete Investmentideen und belastbare Impulse für den langfristigen Vermögensaufbau zu liefern. Dafür setzt er auf die Kombination aus technischer und fundamentaler Analyse.
Gegenüber dem Stand vor einem halben Jahr handelt die Aktie von KI-Überflieger kaum verändert. Auch die jüngste Erholung droht bereits wieder zu verpuffen.
Für dich zusammengefasst:
Der Branchenindex Philadelphia Semiconductor stieg um 86%.
Nvidia-Aktie verzeichnete ein Plus von 10% seit Jahresbeginn.
Aktuell gibt es technische Schwächen und Verlustrisiken.
AMD, Intel und Co: Halbleiterwerte laufen heiß ...
Halbleiter- und Infrastrukturwerte waren neben Raumfahrt-Aktien, die am Freitag angesichts des Börsengangs von SpaceX besonders im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit stehen, die in diesem Jahr sowohl heißesten als auch erfolgreichsten Wetten. Trotz der Kurskapriolen in den vergangenen Tagen legte der Branchenindex Philadelphia Semiconductor seit dem Jahreswechsel um fast 86 Prozent zu.
Besonders gefragt waren zum einen die Anteile von Speicherchipherstellern wie Micron, SanDisk und SK Hynix, da es in diesem Marktsegment zu einer noch nie dagewesenen Angebotskrise gekommen ist. Zum anderen erlebten Werte wie AMD, Intel und Qualcomm eine Aufholjagd – Investoren wetten darauf, dass nach GPUs für das Trainieren von KI-Modellen nun vor allem CPUs für Inferenzberechnungen gefragt sein könnten.
Für KI-Überflieger Nvidia sind das gemischte Neuigkeiten. Einerseits droht der Verlust von Marktanteilen und nicht zuletzt auch der Preissetzungsmacht und Margenstärke des Unternehmens, andererseits könnten schnellere Inferenzberechnungen einen noch höheren Trainingsbedarf von KI-Modellen folgen lassen, was wiederum gut für die Nachfrage nach Nvidia-Halbleitern wäre.
Dieses Spannungsverhältnis gibt die Aktie derzeit wider. Mit einem Plus von 10 Prozent seit dem Jahreswechsel gehört sie innerhalb der stark gelaufenen Branche aktuell zu den Underperformern. Zwischenzeitlich gelangen ihr zwar starke Kursgewinne, doch die sind längst wieder abverkauft. Das bedroht jetzt die mittelfristigen Perspektiven der Aktie.
Neue Allzeithochs führten nicht zu Anschlusskäufen ...
Übergeordnet handelt Nvidia in einem langfristigen Aufwärtstrend. Zwar setzte im zurückliegenden Jahr eine lange Seitwärtskonsolidierung ein, doch im Zuge der starken Halbleiterrallye im April und Mai gelang ihr der Ausbruch auf neue Allzeithochs. Die gelten in der technischen Analyse als starke Kaufsignale.
Durchsetzten konnte sich dieses jedoch nicht, da es zu einem Doppel-Top gekommen ist. Dieses Top ist vor allem dem Relative-Stärke-Index (RSI) anzulasten, der für bearishe Divergenzen gesorgt hat. Die Allzeithochs waren damit technisch unvollständig und entsprechend nicht nachhaltig. Außerdem war die Aktie zeitweise schlicht überkauft.
... jetzt könnte sich der Trend vorerst umkehren
Mit Blick auf Formationen lag ein sogenanntes Broadening Wedge vor. Dieses Kursmuster ist üblicherweise bearish zu interpretieren. Es tritt häufig bei Top-Bildungen auf und mündet in eine Trendwende zur Unterseite. Die wachsende Breite zeigt dabei zunehmende Schwierigkeiten der Marktteilnehmen an, den fairen Preis einer Aktie zu bestimmen. Diese Unsicherheit mündet schließlich in eine Korrektur.
Genau das ist bei Nvidia mit dem Unterschreiten der Unterkante geschehen. Nun geht es für die Käuferinnen und Käufer darum, die 50-Tage-Linie sowie die Marke von 200 US-Dollar zu verteidigen. Gelingt das nicht, droht ein Test der 200-Tage-Linie und damit ein Rückfall in die Seitwärtsrange des vergangenen Jahres.
Technische Schwäche deutet auf Verluste hin
Gegenwärtig sind die Risiken für dieses Szenario hoch. Zwar konnten 200 US-Dollar in den vergangenen drei Tagen verteidigt werden, doch die anhaltende technische Schwäche spricht dafür, dass den Bullen die Luft ausgeht. Der RSI liegt im Bereich von Schwäche, ohne dass er bereits überverkauft wäre, was für weitere Verluste spricht.
Dazu kommt ein MACD, der bereits unterhalb seiner Signallinie liegt und unmittelbar vor dem Vorzeichenwechsel steht, der einen neuen Abwärtstrend anzeigt. Bullishe Divergenzen, die ein zeitnahes Ende der Korrektur andeuten könnten, liegen hingegen keine vor. Das macht weitere Verluste jetzt wahrscheinlicher als neue Kursgewinne.
Neutralisiert würde dieses Szenario erst durch eine Rückkehr über 220 US-Dollar sowie das Erzielen technisch durch die Indikatoren RSI und MACD bestätigte neue Allzeithochs.
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB6RR75
, DE000NB6VFT3
, DE000NB6RTE4
, DE000NB6UHL8
, DE000NB6UHJ2
. Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.