- Die Gasspeicher sind mit 23,5 Prozent gefüllt.
- Die Versorgungslage wird als gesichert bezeichnet.
- Die Speicher müssen bis zum nächsten Winter gefüllt werden.
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Es sei seit Spätsommer 2025 abzusehen, dass es diesen Winter knapp werden könnte, so Kellner. "Unsere europäischen Nachbarn haben besser vorgesorgt. Ebenso muss die Ministerin darlegen, ob sie eine Strategie gegen fossile Abhängigkeiten hat. Wer Deutschland weniger abhängig machen will, muss Wärmepumpen und Erneuerbare Energien fördert und nicht wie Frau Reiche bekämpfen."
Reiche nimmt am frühen Abend an einer digitalen Sondersitzung des Wirtschafts- und Energieausschusses teil. Die Bundesnetzagentur und das Wirtschaftsministerium hatten die Versorgungslage als gesichert bezeichnet. Verwiesen wurde auf die inzwischen gut ausgebaute LNG-Infrastruktur in Deutschland und Europa, die neben der bestehenden Hauptversorgung durch norwegisches Pipelinegas die notwendigen Importe nach Deutschland ermögliche.
"Aufgrund der kalten Witterungsverhältnisse sind die Gasspeicherfüllstände unter die Marken der vergangenen Jahre gefallen", sagte Kerstin Andreae, Hauptgeschäftsführerin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft. "Die Versorgung in diesem Winter ist dennoch grundsätzlich gesichert." Gasmengen seien auf dem globalen Markt derzeit ausreichend verfügbar. "Die eigentliche Herausforderung liegt in der rechtzeitigen und ausreichenden Befüllung der Speicher vor dem nächsten Winter. Hierfür muss die Bundesregierung den entsprechenden Rahmen setzen."
Forderung nach Gasreserve
Die gegenwärtigen geopolitischen Verwerfungen brächten neue Unwägbarkeiten und Risiken für die Energieversorgung mit sich, so Andreae. "Der ungeplante Ausfall oder die gezielte Ausschaltung von Importrouten und -anlagen ist nicht mehr undenkbar. Dies wird besonders kritisch in Kombination mit gleichzeitiger extremer Kälte. In solchen Situationen kommen Marktkräfte an ihre Grenzen."
Die Schaffung einer strategischen Gasspeicherreserve sei daher Absicherung von akuten Krisenfällen und unvorhersehbaren Extremereignissen ein sinnvolles Instrument, sagte Andreae. Sie müsse auf Notfallsituationen beschränkt sein. Zuvor hatte sich bereits der Präsident der Bundesnetzagentur, Klaus Müller, für eine strategische Gasreserve ausgesprochen.
Kommender Winter
Timm Kehler, Vorstand des Verbands Gas- und Wasserstoffwirtschaft sagte, die eigentliche Herausforderung komme erst nach der aktuellen Heizperiode. Die Speicher müssten bis zum nächsten Winter wieder gefüllt werden. "Weil die Füllstände jetzt aber deutlich niedriger sind als im vergangenen Jahr, müssen wesentlich größere Mengen eingespeichert werden." Die Bundesregierung müsse für den nächsten Winter einen guten Rahmen für den Erhalt und die Befüllung der Gasspeicher schaffen. Die Befüllung der Speicher ist für Speicherbetreiber aus verschiedenen Gründen weniger wirtschaftlich geworden./hoe/DP/jha
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