BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) bricht am Mittwoch zu seinem Antrittsbesuch in die Türkei auf, wo er am Donnerstag Präsident Recep Tayyip Erdogan treffen wird. In einem Gespräch in der Hauptstadt Ankara dürfte es vor allem um den Ukraine-Krieg und die Friedensbemühungen im Nahen Osten gehen. In beiden Konflikten hat die Türkei eine Vermittlerrolle.
Weitere wichtige Themen dürften Migration und Rüstungskooperation sein. Die Türkei könnte behilflich bei der Abschiebung von Syrern ohne Bleiberecht in Deutschland sein. Im Rüstungsbereich wurde mit der Unterzeichnung eines Abkommens über die Lieferung von Eurofighter-Kampfjets in die Türkei bereits am Montag ein wichtiges Zeichen gesetzt. Deutschland ist am Bau der Flugzeuge in Großbritannien beteiligt.
Belastet werden könnte der Besuch durch einen neuen Haftbefehl gegen den türkischen Oppositionsführer Ekrem Imamoglu, der seit März in Untersuchungshaft sitzt. SPD-Chef Lars Klingbeil hatte die Inhaftierung damals als "schweren Angriff" auf die Demokratie in der Türkei bezeichnet. Zur Frage, ob Merz während seines Besuchs auch Oppositionspolitiker treffen werde, hatte ein Regierungssprecher am Montag gesagt, das Gespräch mit Erdogan werde im Mittelpunkt stehen: "Über weitere Gespräche ist mir nichts bekannt."/mfi/DP/jha
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