BERLIN (dpa-AFX) - Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will nach eigene Worten alles unternehmen, um der Ukraine über den bevorstehenden Winter zu helfen. Vor dem Mitte Oktober geplanten europäischen Ratstreffen gebe es intensive Beratungen, "wie wir unsere Hilfen auch noch einmal verbessern können", sagte Merz bei einem Treffen mit dem kasachischen Staatspräsidenten Kassym-Schomart Tokajew in Berlin.
Für dich zusammengefasst:
Bundeskanzler Merz will der Ukraine im Winter helfen.
Es werden Hilfen für den ukrainischen Haushalt beraten.
Der kasachische Präsident fordert Einfrieren militärischer Operationen.
Merz sagte zu den EU-Beratungen, es werde auch über sehr konkrete Hilfen für den ukrainischen Haushalt beraten und die Verbesserung der Luftverteidigung. "Das ist zurzeit eine der größten Herausforderungen, vor denen die Ukraine steht", sagte Merz. Er bemühe sich in persönlichen Gesprächen mit Reihe von Staats- und Regierungschefs auf der Welt, Nachschub für die Luftverteidigung in der Ukraine zu ermöglichen.
Merz bekräftigte die Forderung an Russland, den Angriffskrieg zu beenden und in ernsthafte Verhandlungen einzutreten, an denen auch die Europäer beteiligt sein müssten.
Der kasachische Präsident machte deutlich, dass er für ein Einfrieren von militärischen Operationen auf dem Gebiet der Ukraine sei, um Diplomatie und Verhandlungen zu ermöglichen. Er vermied jede direkte Kritik und sagte, sowohl Russland als auch die Ukraine seien gute Freunde Kasachstans.
Den russischen Präsidenten Wladimir Putin, mit dem er gute Kontakte habe, halte er für eine herausragende Persönlichkeit und als Staatsmann für eine passende politische Figur, wie er laut offizieller Übersetzung der Pressekonferenz sagte.
Tokajew sagte demnach über Putin: "Ich kenne ihn sehr gut. Und er verfügt über die notwendigen Charaktereigenschaften für die Rolle des Staatsoberhaupts von einem sehr großen Land mit einer sehr komplizierten Geschichte, mit eigenem Verständnis von strategischen Zielen, die vor diesem Land stehen."/cn/DP/jha
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