- Bundeskanzler Merz ruft Iran zu Verhandlungen auf.
- Merz besuchte zuvor Saudi-Arabien und Katar.
- Indirekte Verhandlungen zwischen USA und Iran haben begonnen.
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Merz hatte zuvor Saudi-Arabien und Katar besucht. Er sagte, seine Gesprächspartner in der Region seien darum bemüht sind, mit den USA zusammen zu ermöglichen, dass die Führung in Teheran "zur Vernunft" komme. Die Gesprächspartner seien nicht zuletzt aufgrund der engen räumlichen Nähe hoch besorgt über die Lage im Iran, sagte Merz.
Iran: Indirekte Verhandlungen haben begonnen
Die für heute geplanten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran haben nach iranischer Darstellung in einem indirekten Format begonnen. Irans Außenminister Abbas Araghtschi sei auf dem Weg zu einem zweiten Treffen mit seinem omanischen Amtskollegen Badr al-Bussaidi, berichtete eine Korrespondentin des Staatsfernsehens aus der omanischen Hauptstadt Maskat. Zuvor hatte auch das omanische Staatsfernsehen den Beginn der Gespräche knapp vermeldet.
Die Sorgen vor einem neuen Krieg waren zuletzt gewachsen. US-Präsident Donald Trump hatte der Staatsführung in Teheran mehrfach gedroht, auch wegen des brutalen Vorgehens staatlicher Repressionskräfte gegen Demonstranten bei den jüngsten Massenprotesten. Dabei sollen Tausende Menschen getötet worden sein.
Der iranische Außenminister Araghtschi hatte Merz scharf kritisiert und Hoffnung auf einen Regierungswechsel in Berlin geäußert. Auf der Plattform X warf Araghtschi dem Kanzler "politische Naivität" und einen "widerwärtigen Charakter" vor. Merz reagierte während eines Besuchs in Katar auf den iranischen Chefdiplomaten. "Das ist offensichtlich Ausdruck von großer Nervosität und Unsicherheit." Die Sorge vor einer militärischen Eskalation in der Region sei groß, sagte Merz. Der Iran müsse aufhören, eine "destabilisierende Macht in der Region" zu sein./mfi/DP/jha
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