- 2025 wurden 2.297 Menschen in die Türkei abgeschoben.
- Im Jahr 2024 waren es 1.087 Abschiebungen dorthin.
- Die Zahl der Erstanträge auf Asyl sank um 51 Prozent.
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Dublin-Überstellungen nach Frankreich und Spanien
Auf Platz zwei der Liste der wichtigsten Zielländer lag den Angaben zufolge 2025 Georgien, wohin 1.690 Menschen unter Zwang gebracht wurden. Dass zu den Hauptzielländern für Abschiebungen im vergangenen Jahr auch Spanien und die Türkei zählen, hängt mit den sogenannten Dublin-Regeln zusammen, die festlegen, welches EU-Land für ein Asylverfahren zuständig ist - in der Regel ist es das Land, in dem der Schutzsuchende zuerst registriert wurde.
In den Iran wurden laut Bundesregierung im vergangenen Jahr 18 Menschen abgeschoben. 83 Menschen brachte die Bundespolizei demnach 2025 nach Afghanistan.
Während die Zahl der Abschiebungen im vergangenen Jahr anstieg, stellten weniger Schutzsuchende einen Asylantrag in Deutschland. Die Zahl der Erstanträge sank laut Bundesinnenministerium im Vergleich zu 2024 um 51 Prozent. Insgesamt beantragten 113.236 Menschen erstmals hierzulande Schutz.
Bünger verweist auf Verfolgung Oppositioneller
Es sei falsch, Familien zu trennen, Kinder aus der Schule zu holen oder Betroffene direkt aus dem Krankenhaus abzuholen, um sie unter Zwang außer Landes zu bringen, sagte Bünger, die fluchtpolitische Sprecherin der Linksfraktion ist. Sie sagt: "Besonders kritikwürdig ist der enorme Anstieg der Abschiebungen in die Türkei, wo massenhaft Oppositionelle in den Gefängnissen sitzen."
Die Türkei belegte im vergangenen Jahr auf der Liste der Hauptherkunftsländer von Menschen, die in Deutschland erstmals einen Asylantrag stellten, den dritten Platz, nach Afghanistan und Syrien. 11.919 Menschen aus der Türkei beantragten nach Angaben des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (Bamf) 2025 erstmals Schutz in Deutschland./abc/DP/zb
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