Prismo Metals Inc. (CSE: PRIZ / WKN A2QEGD) ordnet die Eigentümerstruktur seines wichtigsten Kupferprojekts neu: Das Unternehmen erhöht seine Beteiligung am Hot Breccia-Projekt im Herzen des Arizona Copper Belt von bislang 75 % auf 95 % und sichert sich zugleich eine unwiderrufliche Option auf die verbleibenden 5 %. Damit schafft Prismo Metals die Grundlage, Hot Breccia künftig bei Bedarf vollständig zu kontrollieren – ein wichtiger Schritt mit Blick auf Finanzierung, Bohrstart und mögliche Partnerschaften.
Prismo Metals stärkt Beteiligung und strategische Flexibilität
Die Vereinbarung wurde mit Infinitum Copper geschlossen, die bisher 25 % am Hot Breccia-Projekt hielt. Künftig reduziert sich der Anteil von Infinitum auf 5 %, die restlichen 95 % liegen bei Prismo Metals. Zudem erhält Prismo eine Option, auch diesen Restanteil zu einem späteren Zeitpunkt zu übernehmen – und damit perspektivisch 100 % am Projekt zu halten.
Nach Unternehmensangaben hatte das Fehlen einer klaren Möglichkeit zur Erlangung der Vollkontrolle bislang die Verhandlungen mit potenziellen Finanzierungspartnern oder größeren Industrieakteuren erschwert. Mit der neuen Struktur entfällt diese Hürde. Das Management betont, dass dadurch die strategische Flexibilität deutlich steigt – sowohl für eine eigenständige Weiterentwicklung von Hot Breccia als auch für denkbare Joint Ventures oder Projekttransaktionen.
Die wirtschaftlichen Eckpunkte des Deals umfassen eine Barzahlung von 185.000 CAD an Infinitum für zusätzliche 20 % Projektanteil sowie die Übernahme der verbliebenen Verpflichtungen aus dem bestehenden Optionsvertrag mit Walnut Mines LLC, dem Eigentümer der Hot Breccia-Claims. Diese Verpflichtung entspricht derzeit rund 54.000 CAD, die in Form von Prismo-Stammaktien zu einem angenommenen Ausgabepreis von 0,11 CAD je Aktie zu erfüllen sind (anpassungsfähig zum Zeitpunkt des Closings). Zusätzlich hat Prismo zugesagt, Infinitum künftig 5 % jeder Gegenleistung zu zahlen, falls das Unternehmen seine Beteiligung an Hot Breccia ganz oder teilweise an einen Dritten abtritt.
Bemerkenswert aus Sicht der Aktionäre: Die Barzahlung soll über ein Drittfinanzierungsmodell bereitgestellt werden und nicht aus dem laufenden Working Capital stammen, das Prismo Metals für die Exploration seines Silber-Kupfer-Projekts Silver King vorgesehen hat. Der Abschluss der Transaktion wird um den 16. Januar herum erwartet, vorbehaltlich der üblichen Bedingungen.
Kupferprojekt Hot Breccia im Arizona Copper Belt
Das Hot Breccia-Projekt liegt in einem der bedeutendsten Kupfergürtel der USA, dem Arizona Copper Belt. Die Region beherbergt mehrere große Porphyr-Kupferlagerstätten und Bergwerke, darunter Anlagen von Freeport-McMoRan, BHP sowie das von Rio Tinto und BHP gemeinsam entwickelte Resolution-Projekt. Hot Breccia befindet sich damit in einem etablierten Bergbauumfeld mit guter geologischer Datenbasis.
Die Liegenschaft umfasst rund 1.420 Hektar in Form von 227 zusammenhängenden Claims. Geologisch ist das Projekt durch eine Abfolge aus kreidezeitlichen Andesit-Vulkaniten und darunter liegenden paläozoischen Kalksteinen geprägt. In diesen reaktiven karbonatischen Wirtsgesteinen treten Skarn- und Brekzienkörper auf, die mit porphyrischen Intrusivgesteinen verknüpft sind – ein typischer Aufbau vieler porphyrgebundener Kupfersysteme im Südwesten der USA.
Prismo Metals stützt sein Explorationsmodell auf mehrere unabhängige Datenquellen: historische Bohrungen aus den 1970er-Jahren durch eine Rio-Tinto-Tochter, geophysikalische Untersuchungen, die Verteilung kupferführender Skarn-Xenolithe in Gängen an der Oberfläche, eine 2023 durchgeführte ZTEM-Messkampagne sowie eine anschließende KI-gestützte Auswertung. Das daraus abgeleitete Zielgebiet misst etwa 1.100 mal 1.150 Meter und stellt nach Unternehmensangaben den Kern der geplanten Bohrstrategie dar.
Der Optionsgeber Walnut Mines LLC unterstützt die Neustrukturierung ausdrücklich. Aus Sicht des Eigentümers der Claims ist jede Maßnahme, die das Projekt näher an ein strukturiertes Bohrprogramm heranführt, positiv zu werten. Ziel ist, Hot Breccia in den kommenden Jahren in die Phase systematischer Tiefenbohrungen zu überführen.
Historische Bohrergebnisse liefern Hinweise auf mineralisiertes System
Historische Bohrungen, die in den 1970er-Jahren von einer Rio-Tinto-Tochtergesellschaft niedergebracht wurden, hatten bereits mehrere Zonen mit Kupfer- und Zinkvererzung in Tiefen zwischen rund 640 und 830 Metern unter der Oberfläche durchschnitten. Die damaligen Programme konzentrierten sich auf ein Gebiet mit einem ausgeprägten magnetischen Hoch, das durch magnetitreiche Skarn-Körper erklärt wird, die in den Bohrungen sowie als Fragmente in Gängen an der Oberfläche beobachtet wurden.
Zu den oft zitierten historischen Abschnitten zählen unter anderem eine 23-Meter-Intersektion mit 0,54 % Kupfer in 640 Metern Tiefe (Bohrung OC-1), 18 Meter mit 1,4 % Kupfer und 4,65 % Zink in 830 Metern Tiefe (Bohrung OCC-7) sowie mehrere kürzere Abschnitte mit Kupfergehalten von über 1 % in Bohrung OCC-8. Die Mineralisierung tritt innerhalb einer mehrere Hundert Meter mächtigen Alterationszone in paläozoischen Karbonaten auf – denselben Gesteinseinheiten, die auch im nahe gelegenen Christmas-Mine-Gebiet von Freeport hochgradige Kupfervererzung beherbergen.
Prismo Metals weist allerdings darauf hin, dass die historischen Assays nicht nach heutigen Standards verifiziert werden können, da der Bohrkern nicht mehr vorhanden ist und sich die Informationen auf Protokolle, interne Berichte und Fotos stützen. Dennoch dienen diese Daten als wichtige Grundlage für das aktuelle geologische Modell und die Ableitung neuer Zielzonen.
Die Explorationspläne von Prismo sehen vor, mit zukünftigen Bohrungen die vollständige Abfolge der karbonatischen Wirtsgesteine zu durchteufen, um den vermuteten porphyrischen Intrusivkörper beziehungsweise die zugehörige Brekziazone direkt zu testen. Dabei soll jede neue Bohrung dazu genutzt werden, das Modell in Echtzeit zu verfeinern und die Position nachfolgender Bohrungen anzupassen.
Bedeutung von Hot Breccia für die Strategie von Prismo Metals
Mit der jetzt vereinbarten Anhebung der Beteiligung auf 95 % und der klar definierten Option zur Erlangung der Vollkontrolle rückt Hot Breccia stärker ins Zentrum der strategischen Planung von Prismo Metals. Das Projekt verbindet ein etabliertes Kupferumfeld, historische Hinweise auf Skarn- und Porphyrmineralisierung und ein großes, geophysikalisch umrissenes Zielgebiet, das sich für Tiefbohrungen anbietet.
Gleichzeitig betont das Management, dass durch die geänderte Struktur verschiedene Entwicklungspfade offen bleiben: von einer eigenständigen Weiterentwicklung bis hin zu möglichen Partnerschaften mit größeren Kupferproduzenten oder spezialisierten Explorationsgesellschaften. Die Vereinbarung mit Infinitum – inklusive der Beteiligung an einem potenziellen zukünftigen Transaktionswert – spiegelt diese Option auf spätere Strukturierungen wider.
Während Prismo Metals parallel sein Silber- und Basismetallprojekt Silver King weiter vorantreibt, könnte Hot Breccia mittelfristig eine zentrale Rolle im Kupfer-Portfolio des Unternehmens einnehmen. Mit der verbesserten Eigentumsstruktur sind nun die Voraussetzungen geschaffen, um die nächsten Schritte auf dem Weg zu einem strukturierten Bohrprogramm und einer detaillierteren Bewertung des Kupferpotenzials im Arizona Copper Belt einzuleiten.
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