Für den Bitcoin-Kurs endet die Handelswoche mit einem herben Rückschlag. Am Freitagabend rutscht die Krypto-Leitwährung zeitweise auf 76.000 US-Dollar und macht damit die Hoffnungen auf eine baldige Kurserholung zunichte. Schlechte Stimmung verursachten nicht zuletzt die jüngsten Zinsentscheidungen der Federal Reserve (Fed) und der Europäischen Zentralbank (EZB). Beide Notenbanken halten ihre Leitzinsen konstant und angesichts der hartnäckigen Inflation zeichnet sich vorerst keine geldpolitische Lockerung ab. In den USA rechnen inzwischen sogar 86 Prozent der Marktteilnehmer mit einer erneuten Zinserhöhung im Dezember. Zusätzliche Verunsicherung bringt der milliardenschwere Hackerangriff auf Binance.
Warum die Notenbanken trotz schwächelnder Konjunktur an ihrer restriktiven Geldpolitik festhalten, lest ihr in den Artikeln "Fed lässt Leitzins unverändert: Was bedeutet das für Bitcoin?" und "EZB bestätigt Zinspause: Das müssen Bitcoin-Anleger jetzt wissen".
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Der nächste Sicherheitsvorfall belastet die Self-Custody-Szene. Nach einem Hackerangriff muss der Hardware-Wallet-Hersteller Keystone mehr als 18.000 Geräte vernichten, weil Angreifer einen wichtigen Sicherheitsschlüssel erbeutet haben. Damit könnten sie gefälschte Wallets herstellen, die bei der Echtheitsprüfung als Originale durchgehen. Hinzu kommt ein massives Datenleck, von dem knapp 26.000 Kunden betroffen sein könnten. In den vergangenen Monaten waren bereits Coldcard und Ledger in das Visier von Kriminellen geraten. Auch ein Trezor-Zulieferer war von einem Datenleak betroffen.
Welche Keystone-Geräte weiterhin als sicher gelten und wie sich betroffene Kunden vor möglichen Betrugsversuchen schützen können, lest ihr hier: "Nächster Angriff auf Hardware Wallets: Hersteller Keystone muss 18.000 Geräte vernichten".
Ripple Labs feiert als Unternehmen einen Erfolg nach dem anderen, aber der XRP-Kurs kommt trotzdem nicht vom Fleck. Während der hauseigene Stablecoin RLUSD von der Ratingagentur Moody’s eine Bestnote für kurze Laufzeiten erhält, verliert XRP auf Monatssicht mehr als elf Prozent. Mit dem wachsenden Erfolg von Riplle USD werden auch die Zweifel in der Community lauter, ob Ripple seinen ursprünglichen Token überhaupt noch braucht. Firmenchef Brad Garlinghouse widerspricht vehement und bezeichnet XRP als "das Herzstück" sämtlicher Geschäftsaktivitäten. Der Stablecoin könnte demnach sogar dabei helfen, die Verbreitung von XRP voranzutreiben.
Warum Garlinghouse in RLUSD keine Konkurrenz für XRP sieht, erfahrt ihr in diesem Artikel: "XRP ist das Herz von allem: Ripple-CEO klärt die Stablecoin-Frage".
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Die Angst vor einer platzenden KI-Blase wächst, nachdem Nvidia und andere Tech-Schwergewichte zuletzt empfindliche Kursverluste hinnehmen mussten. Doch Krypto-Experte Tom Lee hält die Sorgen für übertrieben und sieht im jüngsten Abverkauf sogar eine gesunde Bereinigung des Marktes. Der Chairman der Ethereum-Treasury-Firma Bitmine rechnet damit, dass die Korrektur bei KI-Aktien schon bald ihren Tiefpunkt erreicht. Als Vorbild dient ihm der Netzwerkausrüster Cisco, dessen Aktie sich Ende der Neunzigerjahre nach einem heftigen Einbruch innerhalb eines Jahres mehr als verdreifachte. Besonders optimistisch zeigt sich Lee allerdings für einen anderen Markt.
Warum er eine baldige Erholung bei Nvidia und Co. erwartet und welche Investments der Experte selbst bevorzugt, lest ihr hier: "Der KI-Abverkauf nähert sich seinem Ende".
Es ist einer der größten Hackerangriffe in der Geschichte des Krypto-Marktes. Am Donnerstagabend erbeuten Unbekannte Kryptowährungen im Wert von rund 6,3 Milliarden US-Dollar von Binance, der weltweit größten Krypto-Börse. Nach bisherigen Erkenntnissen verschafften sich die Täter über den kompromittierten Laptop eines Mitarbeiters Zugang zu internen Systemen und räumten innerhalb weniger Stunden zahlreiche Wallets leer. Binance reagiert mit einem vorübergehenden Auszahlungsstopp, aber Millionen Kunden fragen sich nun, ob ihre Guthaben tatsächlich noch sicher sind.
Binance-Co-CEO Richard Teng verspricht, sämtliche Verluste zu übernehmen, aber die finanziellen Dimensionen des Angriffs sind gewaltig. Der eigens für solche Notfälle eingerichtete SAFU-Fonds könnte mit seinen 15.000 Bitcoin gerade einmal ein Fünftel des Schadens abdecken. Immerhin gelang es bereits, gestohlene Kryptowährungen im Wert von rund drei Milliarden US-Dollar einzufrieren. Ob die Börse die übrigen Milliarden aus eigener Kraft ersetzen kann, bleibt abzuwarten.
Wie es um die Reserven von Binance steht, wann Kunden wieder auf ihre Coins zugreifen können und welche zusätzlichen Gefahren jetzt drohen, erfahrt ihr in unserer ausführlichen Analyse: "Binance-Hack: Was Kunden jetzt wissen müssen".
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