Bitcoin: Galaxy sieht neues Allzeithoch in Reichweite
Pascal Grunow
Pascal Grunow
Pascal Grunow war bereits drei Jahre lang als Werkstudent in der Redaktion von BörsenNEWS tätig und ist heute Teil der Redaktion von Wallstreet-Online. Sein Schwerpunkt liegt vor allem auf Kryptothemen, bei denen er aktuelle Marktbewegungen und Trends rund um digitale Währungen aufbereitet.
Bitcoin zeigt nach monatelanger Schwäche wieder Stärke. Galaxy sieht den Bärenmarkt bereits als beendet und rät Anlegern zum Kauf. Ist eine Erholungsrallye möglich?
Für dich zusammengefasst:
Der Tiefpunkt von Bitcoin lag Ende Juni bei 58.500 US-Dollar.
US-Spot-Bitcoin-ETFs erhöhten ihre Bestände um 87.000 BTC.
Die US-Staatsverschuldung beträgt zuletzt 40,44 Billionen US-Dollar.
Bitcoin kommt seit Wochen kaum vom Fleck. Während Anleger eine erneute Abwärtsbewegung fürchten, erklärt der US-Finanzdienstleister Galaxy den Bärenmarkt bereits für beendet. Das Unternehmen empfiehlt, Bitcoin zu kaufen, und hält 125.000 US-Dollar wieder für erreichbar.
Ende des Bärenmarkts bereits in Juni erreicht
In einer Analyse legt sich Galaxy-Researchchef Alex Thorn auf eine optimistische Einschätzung fest. Der Tiefpunkt von Bitcoin sei Ende Juni bei 58.500 US-Dollar erreicht worden. Für Thorn ist das eine Kaufchance. Vergleichbare Phasen hätten früher häufig den Grundstein für einen neuen Aufwärtstrend gelegt.
Ein wichtiges Argument liefert die Charttechnik. Nach 44 Wochen unter dem gleitenden 50-Wochen-Durchschnitt eroberte Bitcoin die Trendlinie im September zurück. Es folgten fünf Wochenabschlüsse in Folge oberhalb dieser Marke.
Galaxy verweist auf vier vergleichbare Erholungen nach längeren Schwächephasen. In allen vier Fällen erreichte Bitcoin innerhalb von 33 bis 83 Wochen wieder sein vorheriges Allzeithoch.
Auch die ETF-Nachfrage spricht laut Galaxy für einen stabileren Markt. Seit dem Kurstief im Juni erhöhten die US-Spot-Bitcoin-ETFs ihre Bestände um insgesamt 87.000 BTC.
Gleichzeitig ging die spekulative Aktivität am Terminmarkt zurück. Die Netto-Longpositionen von Vermögensverwaltern in Bitcoin-Futures an der CME sanken seit dem Rekordhoch um 57 Prozent. Galaxy wertet das positiv, da weniger spekulatives Kapital den Markt weniger anfällig für kurzfristige Kursschwankungen machen könnte.
US-Schulden als Kurstreiber?
Zusätzlichen Rückenwind erwartet Galaxy von der angespannten Haushaltslage der USA. Die Staatsverschuldung belief sich laut der Analyse zuletzt auf 40,44 Billionen US-Dollar, das Defizit des Haushaltsjahres 2026 auf 1,99 Billionen US-Dollar. Steigende Zinskosten könnten den Druck auf die US-Währung erhöhen und die Attraktivität von Bitcoin mit seinem begrenzten Angebot stärken.
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