An den globalen Börsen dominiert aufgrund der Eskalation in Nahost weiterhin große Unsicherheit. Ein rasanter Anstieg des Ölpreises nach der Schließung der Straße von Hormus zwingt Anleger in die Defensive. Bitcoin und Krypto-Assets zeigen sich davon jedoch unbeindruckt. Die Gründe dafür sind vielfältig.
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Marktbeobachter verweisen auf negative Funding-Raten an den Derivate-Börsen – ein Indiz für die überfüllte Short-Positionierung von Tradern. Die Analysten von Glassnode sehen daher Potenzial für einen Short-Squeeze, insbesondere wenn die Spot-Zuflüsse weiter anhalten.

In diesem Zusammenhang verzeichnen die Bitcoin-Spot-ETFs konstante Zuflüsse. Seit Wochenbeginn flossen mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar in die Anlageprodukte. Während dies Short-Trader auf dem falschen Fuß erwischt haben dürfte, bleibt die Reichweite des Anstiegs fraglich. Glassnode nennt den Zustand “Akkumulation ohne Überzeugung”. Ein Ausbruchsversuch über die Marke von 75.000 US-Dollar scheiterte in der Vergangenheit bereits.
Makro-Analysten vermuten derweil, dass Bitcoin und Krypto-Assets bevorstehende geld- und fiskalpolitische Maßnahmen antizipieren. Einem Bericht von Bloomberg zufolge kletterte die Volatilität von US-Staatsanleihen – gemessen am MOVE-Index – auf ein Neunmonatshoch.

Für den Krypto-Markt bringt dies verschiedene Implikationen mit sich. Ein zunehmender Druck auf die Haushaltslage der USA und Anzeichen für eine Liquiditätsausweitung, um der wachsenden Unsicherheit zu begegnen, treiben Risikowerte potenziell an. Andererseits zwingt die hartnäckige Inflation die Zentralbanken womöglich zu weiteren Zinserhöhungen. Ein Szenario, das der Lage im Jahr 2022 ähnelt. Damals stürzte der Krypto-Markt in einen harten Bärenmarkt.

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