Kritik am Umgang mit potenziellen Reservisten

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Ein Mann liest Wirtschaftsnachrichten (Symbolbild).
- pixabay.com

BERLIN (dpa-AFX) - Bei der angepeilten Vergrößerung der Bundeswehr hält der Reservistenband die bisherige Anwerbestrategie für zu einseitig. "Die Bundeswehr ist momentan gut darin, für die aktive Truppe zu werben. Der Faktor Reservisten spielt im Recruiting noch nicht dieselbe Rolle", beklagte Verbandspräsident Bastian Ernst in einem Interview der "Welt". Die Bundesregierung will die Reserve bis zum Jahr 2033 von derzeit rund 55.000 Männern und Frauen auf mindestens 200.000 Reservisten aufstocken.

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In den Karrierecentern der Bundeswehr fehle aber oft das notwendige "Mindset" für Reservisten. "Wer dienen möchte, sollte nicht abgewiesen werden - unabhängig davon, ob er bereits gedient hat oder nicht", betonte Ernst, der für die CDU im Bundestag sitzt. Probleme sieht er vor allem beim Umgang mit ungedienten Bewerbern, die vorher nicht bei der Bundeswehr waren.

Ungediente Bewerber "laufen zu oft auf"

"Uns begegnen Menschen, die etwa ihren Kriegsdienstverweigerungs-Antrag zurückziehen und mit 45 oder 50 Jahren, mit Familie und mitten im Leben, sagen: Ich will etwas tun. Ich entscheide heute anders als mit 18 oder 19", berichtet Ernst. "Diese Menschen laufen zu oft auf und bekommen Rückmeldungen wie: Das geht nicht, das dauert zu lange oder das ist nichts für Sie." Erst kürzlich hat der Grünen-Politiker Janosch Dahmen seine frühere Wehrdienstverweigerung zurückgezogen und sich als Reservist gemeldet./ax/DP/jha



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