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Kretschmann über Koalitionsstreit: 'Schlechtes Handwerk'

BERLIN/STUTTGART (dpa-AFX) - Nach seinem letzten Arbeitstag als baden-württembergischer Ministerpräsident hat Winfried Kretschmann kräftig und kritisch gegen die schwarz-rote Bundesregierung ausgeholt. "So kann man einfach nicht arbeiten, das ist schlechtes Handwerk", sagte der Grünen-Politiker in der ZDF-Talkshow "Markus Lanz" unter anderem über das öffentliche Auftreten der Koalition in Berlin.

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Ein Tischler bei der Arbeit.
Quelle: - pixabay.com:

Regieren sei auch in weiten Teilen eine handwerkliche Aufgabe, sagte Kretschmann am Mittwochabend. "Gutes Handwerk heißt, das ist auch Aufgabe des Regierungschefs, man streitet nicht dauernd öffentlich rum. Man stellt keine Forderungen auf, von denen man weiß, dass der Koalitionspartner das gar nicht machen wird."

Kretschmann: "Es geht grad so weiter"

Natürlich dürfe auch zu spüren sein, dass unterschiedliche Parteien miteinander koalierten. "Aber Du kannst nicht im Dauermodus Dinge fordern, die dann der andere sofort einsammelt." Man müsse das "hinter den Kulissen machen".

Auch einen Vergleich mit der stark kritisierten Berliner Vorgängerregierung scheute der 77-Jährige im ZDF nicht: "Jetzt dachten alle, wie schlimm die Ampel ist, und jetzt sieht man: Es geht grad so weiter."

Kretschmanns Nachfolger kommt ins Amt

Die schwarz-rote Bundesregierung steht rund um den Jahrestag ihres Antritts im Mai 2025 wegen des internen Streits und schlechter Umfragewerte zunehmend unter Druck und braucht vorweisbare Erfolge. Die AfD konnte zuletzt in Umfragen ihren Abstand zur Union ausbauen.

Kretschmann war seit 2011 Regierungschef in Baden-Württemberg. Er war der erste Grünen-Politiker, der dieses Amt in einem Bundesland übernommen hat. Am Mittwoch sollte sein Parteifreund Cem Özdemir in Stuttgart als Nachfolger gewählt werden./mov/DP/jha

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