STUTTGART (dpa-AFX) - Beim österreichischen Nachbarn gibt es immer wieder Fälle von Rindertuberkulose. Das baden-württembergische Agrarministerium beobachtet die Lage genau, sieht aber keinen Grund zur Beunruhigung - und ist vorbereitet. Es habe sich bewährt, von der Alm zurückkehrende Tiere zu testen, sagte ein Sprecher in Stuttgart.
Für dich zusammengefasst:
Das Agrarministerium beobachtet Rindertuberkulose-Fälle.
2024 wurden im Südwesten zwei Fälle festgestellt.
Deutschland gilt seit 1997 als frei von Rindertuberkulose.
Insbesondere während der Weide- und Alpungsperiode im Sommer könnte die Krankheit auf Rinder aus dem Südwesten übergehen. Der Tuberkuloseerreger grassiere seit einigen Jahren in Gebieten von Tirol und Vorarlberg unter Rotwild. Auf der Alm könnten sich die Kühe infizieren, weil sie dort die gleichen Weiden nutzen wie das Rotwild. Da man sich dessen bewusst sei, teste man seit 2013 alle zurückkehrenden Weidetiere, die auf bayerischen und österreichischen Almen aufgetrieben worden waren.
Zuletzt wurden dabei 2024 zwei Fälle von Tuberkulose ermittelt. Die Tiere hatten zuvor Kontakt zu bayerischen Krankheitsfällen gehabt. "Die Untersuchung der rückkehrenden Weidetiere von bayerischen und österreichischen Almen hat sich bewährt und wird fortgesetzt", teilte der Sprecher mit.
Im Bregenzerwald in Österreich gab es im April wieder Fälle der Tierseuche. Laut dem Bundesinstitut für Risikobewertung gilt Deutschland seit 1997 als frei von Rindertuberkulose.
Was ist Rindertuberkulose?
Rindertuberkulose ist eine bakterielle Infektion, bei der verschiedene Organe befallen werden können. Am häufigsten bekommen Rinder nach der Infektion Lungentuberkulose. Die Krankheit ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die auch vom Tier auf den Menschen übertragen werden kann. Wird in einem Betrieb ein Tier positiv auf Tuberkulose getestet, müssen laut dem Bundeslandwirtschaftsministerium alle Rinder des Bestands getestet sowie erkrankte Tiere gekeult werden./jdk/DP/zb
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.