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JPY: Politischer Druck

Nachdem USD-JPY im Zuge der verbalen Intervention am 23. Januar und der anschließenden schwachen Phase des US-Dollars bis auf 152 gefallen war, ist der Yen am vergangenen Freitag und gestern wieder etwas unter Druck geraten und handelt USD-JPY heute Morgen bei 155. Damit ist USD-JPY rund doppelt so stark gestiegen wie der handelsgewichtete US-Dollar, was darauf hindeutet, dass auch eine gewisse Schwäche beim JPY wieder eine Rolle gespielt hat.

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Einerseits dürfte dies natürlich daran liegen, dass der verbalen Intervention bisher keine konkreten Schritte gefolgt sind und zumindest die US Seite auch zuletzt beteuert hat, dass sie nicht in den Markt eingreifen würde, was das Potential für eine mögliche tatsächliche Interventionen natürlich deutlich verringert. In gewissem Maße dürfte es sich somit um eine Normalisierung handeln.

Zwei andere Dinge dürften allerdings ebenfalls eine Rolle gespielt haben. Zum einen hat Premierministerin Takaichi in einer Wahlkampfrede über die positiven Aspekten einer schwachen Währung geredet. Sie ließ anschließend zwar klarstellen, dass sie damit nicht gemeint haben will, dass dies ein Ziel ihrer Politik wäre, und dass eine schwache Währung auch Nachteile mit sich bringt. Allerdings hatte die erste Aussage den nachhaltigeren Effekt auf die Währung.

Und zum zweiten scheint es so, als könnte sich das Risiko, welches Takaichi mit den Neuwahlen eingegangen ist, auszahlen. Umfragen zufolge scheinen die Bevölkerungsgruppen, die der LDP nahe stehen, stärker motiviert zu sein, am Sonntag zur Wahl zu gehen, und insbesondere weite Teile der Anhängerschaft von dem alten Koalitionspartner Komeito sind sich noch nicht sicher, ob sie dieses Mal ihre Stimme abgeben wollen. Die neue Koalition Centrist Reform Alliance (CRA) scheint es bislag nicht zu schaffen, ihre Anhänger ausreichend zu mobilisieren. Ein hoher Sieg der LDP am kommenden Wochenende dürfte, insbesondere auch im Licht der neuerlichen Aussagen der Premierministerin, den JPY daher erneut belasten.

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