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Jetzt geht es auch diesem Dividendenaristokraten an den Kragen!

Der Konsumgüterhersteller und Dividendentitel Procter & Gamble hat am Donnerstag ein schwaches Quartalsergebnis vorlegt. Die Aktie steht weiter unter Druck.
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US-Quartalssaison nimmt langsam an Fahrt auf

Die US-Quartalssaison steuert mit der kommenden Woche auf ihren Höhepunkt zu, doch auch in dieser Woche legen bereits viele Unternehmen ihre Zahlenwerke vor. Dazu gehörte am Donnerstagmittag Konsumgütergigant und Dow-Jones-Urgestein Procter & Gamble.

Die Aktie steht schon seit vielen Monaten unter Druck, da der Konzern mit einer schwachen Verbraucherstimmung und der wachsenden Konkurrenz durch Eigen- und Handelsmarken kämpft – viele US-Konsumentinnen und -Konsumenten können und wollen sich angesichts der Lebenshaltungskostenkrise keine teuren Markenartikel mehr leisten.

Wie in den Quartalen zuvor enttäuschten auch die Zahlen für die vergangenen drei Monate. Damit dürfte die Aktie des Dividendenkönigs (Erhöhungen 69 in Folge) weiter unter Druck geraten. Schon am Vortag hatte mit Johnson & Johnson ein beliebter Dividendenwert mit Verkaufsdruck zu kämpfen.

Procter & Gamble kämpft mit schwachem Wachstum

Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum kletterten die Erlöse um magere 1,4 Prozent auf 22,21 Milliarden US-Dollar. Damit wurden die ohnehin niedrigen Erwartungen um 80 Millionen US-Dollar verfehlt. Auf organischer Basis verzeichnete Procter & Gamble sogar überhaupt kein Wachstum. Hier hatte sich die Wall Street wenigstens ein Plus von 0,5 Prozent erhofft.

Zwar steigerte das Unternehmen seine Erlöse im Beauty- und Kosmetikgeschäft um 4 Prozent und im Healthcare-Geschäft um 3 Prozent. Diese Zugewinne wurden jedoch durch Verluste in Höhe von 3 Prozent in der Pflegeprodukt- und Haushaltsartikelsparte zunichte gemacht. Angesichts eines ungünstigen Produktmixes verschlechterte sich auch die Bruttomarge, welche um 50 Basispunkte gesunken ist.

Der Nettogewinn sinkt um 7 Prozent

Nichtsdestotrotz konnte Procter & Gamble die Gewinnerwartungen knapp übertreffen. Das bereinigte Ergebnis von 1,88 US-Dollar pro Aktie landete um 2 Cent über den Schätzungen. Im Jahr zuvor hatte das Gewinnergebnis ebenfalls bei 1,88 US-Dollar je Anteil gelegen.

Insgesamt erzielte das Unternehmen einen auf die Anteilseignerinnen und -eigner entfallenden Nettogewinn in Höhe von 4,32 Milliarden US-Dollar nach 4,63 Milliarden US-Dollar im Jahr zuvor. Damit hat sich die Ertragslage um 7 Prozent verschlechtert.

Auch 2026 verspricht kaum Besserung

Aufgrund der anhaltenden operativen Schwierigkeiten hat das Management seine Prognose für das Gesamtjahr geringfügig angepasst. Bislang wurde pro Aktie ein bereinigtes Gewinnwachstum von 3 bis 9 Prozent erwartet. Dieser Ausblick wurde nun auf 1 bis 6 Prozent zurechtgestutzt.

In seiner Pressemitteilung gibt das Unternehmen die geopolitischen Spannungen sowie ein herausforderndes Wettbewerbsumfeld sowie höhere Restrukturierungskosten als Ursache für die Revision an. Netto wird ein Gewinn pro Aktie von 6,51 US-Dollar angestrebt, bereinigt soll er bei 6,96 US-Dollar liegen.

Die Lage im Chart ist nach wie vor ernst

Die mauen Zahlen stießen in der US-Vorbörse auf wenig Gegenliebe. In einer ersten Kursreaktion fiel die Aktie um rund 2,5 Prozent auf 142,50 US-Dollar. Im weiteren Handelsverlauf konnten die Verluste etwas eingegrenzt werden. Erst vor wenigen Tagen war Procter & Gamble bei 137,62 US-Dollar auf ein neues Mehrjahrestief gefallen.

Eigentlich ist die Aktie auf gute Nachrichten angewiesen, denn trotz des frischen Tiefs, das ein technisches Verkaufssignal darstellt, konnte sich Procter & Gamble in den vergangenen Tagen über die 50-Tage-Linie und damit auch an die Abwärtstrendlinie vorarbeiten.

Ein Ausbruch würde die seit einem Jahr angespannte Ausgangslage deutlich entschärfen. Mit den am Donnerstag zu erwartenden Verlusten droht jedoch ein erneuter Rücksetzer in die Unterstützungszone zwischen 140 bis 145 US-Dollar.

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21.01.26 - ARIVA.DE Redaktion
Der US-​Pharmakonzern und Konsumgütergigant Johnson & Johnson (Johnson & Johnson Aktie) hat am Mittwochmittag zufriedenstellende Zahlen vorgelegt. Diese könnten trotzdem zu wenig sein.

Fazit: Für die Aktie spricht derzeit nur wenig

Mit Blick auf die Fundamentaldaten ist Procter & Gamble auf Grundlage der unternehmenseigenen Gewinnschätzung für 2026 mit einem KGV von 20,8 bewertet. Das liegt zwar um rund 15 Prozent unter dem Durchschnitt der vergangenen 5 Jahre, dafür aber um rund 30 Prozent über dem Branchenmittel von 16,1.

Auch aus einer Wachstumsperspektive ist ein KGV von fast 21 für ein Umsatzwachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich zu viel. Das Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis für 2026 liegt bei 4,2. Das liegt noch einmal deutlich über dem ohnehin mageren Durchschnittswert der Branche von 2,55. Zur Erinnerung: Als günstig gilt in der Fundamentalanalyse ein Wert unter 1.

Zwar genießt Procter & Gamble aufgrund seiner beeindruckenden Dividendenhistorie großes Ansehen. Angesichts der schwachen Geschäftsentwicklung gibt es aktuell jedoch nur wenig Gründe, sich hier als Anlegerin oder Anleger zu engagieren.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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