NEU-DELHI (dpa-AFX) - Vor dem Hintergrund der angespannten geopolitischen Lage wollen Indien und Japan ihre Zusammenarbeit bei der Energie- und Wirtschaftssicherheit stärken. Anlässlich des ersten Besuchs der japanischen Ministerpräsidentin Sanae Takaichi in Indien beschlossen beide Länder eine strategische Agenda. Der gemeinsame Fahrplan zur wirtschaftlichen Sicherheit solle dazu führen, die Widerstandsfähigkeit bei den Lieferketten "in strategischen Bereichen wie etwa Halbleiter, Quantum-Technologien und moderne Werkstoffe" zu verbessern, sagte Indiens Premierminister Narendra Modi in Neu-Delhi.
Für dich zusammengefasst:
Indien und Japan stärken Zusammenarbeit für Energiesicherheit.
1.000 Biogas- und Düngeanlagen werden in Indien gebaut.
Über 1.400 japanische Unternehmen sind in Indien tätig.
Mit Blick auf die Energiesicherheit beschlossen beide Seiten eine gemeinsame Initiative, die den Bau von 1.000 Anlagen für Biogas und organische Düngemittel in Indien vorsieht. Um besser auf Herausforderungen wie "Ölschocks" vorbereitet zu sein, soll nach indischen Angaben zudem die Zusammenarbeit bei der strategischen Lagerung von Rohöl und Ölprodukten sowie entsprechenden Reservemechanismen ausgebaut werden. Zudem unterzeichneten beide Seiten Kooperationsvereinbarungen bei Künstlicher Intelligenz, der Verteidigung, im Gesundheitswesen und anderen Bereichen.
Beide asiatischen Länder, die zur Gruppe der zehn wirtschaftsstärksten Ländern gehören, messen ihren Beziehungen große Bedeutung zu. Indien hofft darauf, aus Japan in den nächsten zehn Jahren zehn Billionen Yen (etwa 54 Milliarden Euro) an Investition in dem bevölkerungsreichsten Land der Erde erreichen zu können und dass sich die Zahl der dort tätigen japanischen Unternehmen verdoppelt. Mehr als 1.400 japanische Unternehmen sind in Indien tätig - vorwiegend im verarbeitenden Gewerbe.
In den vergangenen Jahrzehnten sei Japan zu einem "Schlüsselpartner in Indiens Wachstumsstory geworden - von Autos bis elektronische Geräte", sagte Modi an der Seite seines Gastes. Modi sprach die konservative Politikerin mit "jüngerer Schwester"an./dg/DP/he
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