"Geld verbrannt": Warum diese Krypto-Projekte ihre Buybacks wieder einstellen
Token-Rückkäufe galten eigentlich als neuer Goldstandard des Krypto-Markts – doch Top-Projekte wie Jupiter und Helium ziehen bereits wieder die Notbremse.
In der Krypto-Welt braut sich zum Jahresauftakt eine Grundsatzdebatte zusammen, die das bisherige Verständnis der Token-Ökonomie erschüttern könnte. Eigentlich galten automatisierte Rückkäufe, die sogenannten Buybacks, mittlerweile als das sicherste Mittel, um Einnahmen an die Halter weiterzugeben und den Kurs zu stützen. Doch nun stehen Schwergewichte wie Jupiter und Helium vor einer radikalen Kehrtwende, da die erhoffte Wirkung auf den Kurs weitgehend ausblieb.
Amir Haleem, Gründer von Helium, machte am 3. Januar den ersten Schritt und verkündete das sofortige Ende der HNT-Rückkäufe. Er wolle das Kapital von monatlich über 3,4 Millionen US-Dollar nicht länger in einem “bodenlosen Fass” verschwenden, sondern direkt in das Wachstum von Helium Mobile investieren.
Nur einen Tag zuvor hatte Jupiter-Mitbegründer Siong Ong eine ähnliche Debatte für den JUP-Token angestoßen. Jupiter gab im Jahr 2025 mehr als 70 Millionen US-Dollar für Buybacks aus – der Kurs brach dennoch um fast 90 Prozent ein. Siong schlug vor, diese Mittel künftig lieber für Wachstumsanreize zu verwenden.
Jordi Alexander, der Gründer von Selini Capital, hat dazu auf X Position bezogen und kritisiert, dass einige der erfolgreichsten Projekte dieses Zyklus ihre eigenen Charts und Nutzer durch unüberlegte Rückkäufe geschädigt haben.
Laut Alexander haben Projekte wie JUP, ENA und HYPE Millionen von US-Dollar bei – auf Basis fundamentaler Kennzahlen – lächerlichen Preisen verbrannt. Dies führte dazu, dass viele Privatanleger durch die künstlich getriebenen Kurse zum Kauf am Top verleitet wurden und herbe Verluste hinnehmen mussten.
Nachdem die Kurse nun monatelang gefallen sind, machen einige das Prinzip der Rückkäufe an sich verantwortlich, was Alexander jedoch für genauso falsch hält. Er erinnert daran, dass grundlegende wirtschaftliche Wahrheiten auch auf dem Krypto-Markt gelten. Wenn ein Projekt Erfolg und beständige Einnahmen hat, verliert der Token ohne Dividenden, Rückkäufe oder einen klaren finanziellen Nutzen für die Halter seinen Sinn.
Statt die Buybacks komplett aufzugeben, schlägt er eine finanztechnisch anspruchsvollere Lösung vor, die die Höhe der Rückkäufe an das Kurs-Gewinn-Verhältnis koppelt. Wenn der Token billig ist, sollte so viel wie möglich zurückgekauft werden, um einen großen Teil des Angebots vom Markt zu nehmen.
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