Musikbots und Krypto-Glücksspiel: Das sind die Vorwürfe gegen Drake
Der US-Rapper Drake wird angeklagt. Es geht um Krypto-Glücksspiel und Streaming-Manipulation.
US-Rapper Drake steht im Zentrum einer Sammelklage vor einem Bundesgericht in Virginia. Der Vorwurf: Mithilfe illegaler Gewinne aus dem Krypto-Casino Stake.us soll er Streamingzahlen seiner Musik manipuliert und dabei Tausende Nutzerinnen und Nutzer getäuscht haben.
Die Klageschrift zeichnet ein weitreichendes Bild. Drake habe – gemeinsam mit Influencern wie Adin Ross – “Mittel des Krypto-Casinos genutzt, um Livestreams mit hohen Wetteinsätzen zu inszenieren”, heißt es in dem Dokument. Das Ziel: Reichweite. Die Mittel: angeblich verdeckte Zahlungen über die interne „Tipping“-Funktion von Stake.us. Diese habe “die Finanzierung künstlicher Streams ermöglicht”, also Botting zur Manipulation von Spotify und Co.
Botting bezeichnet den Einsatz automatisierter Software (“Bots”), um künstlich Interaktionen oder Aktivitäten auf digitalen Plattformen zu erzeugen. Im Musikbereich bedeutet das konkret: Bots spielen Titel eines Künstlers in Endlosschleife, auf Tausenden Accounts gleichzeitig. Ziel ist es, die Streamingzahlen in die Höhe zu treiben.
Insgesamt wird dem kanadischen Musiker vorgeworfen, durch “automatisierte Bot-Netzwerke seine Reichweite künstlich aufgebläht und Algorithmen gezielt getäuscht” zu haben – unter dem Deckmantel eines angeblich legalen Social Casinos.
Zwar bewirbt Stake.us seine Plattform als “sicher, kostenlos und sozial”, doch laut Anklage sei das Geschäftsmodell ein klarer Verstoß gegen US-Glücksspielrecht. Durch den Verkauf sogenannter Gold Coins, die in Wahrheit wertlos sind, in Kombination mit Stake Cash (eintauschbar gegen Kryptowährungen) würde realer Einsatz verschleiert.
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