- Migrationsbericht der EU-Kommission verzögert sich.
- Einigen Ländern lehnen Aufnahme weiterer Asylbewerber ab.
- Mitgliedsstaaten wollen bis Ende des Jahres verhandeln.
- Rohstoffrallye 2.0 - Diese 3 Werte könnten jetzt explodieren! (hier klicken)
Der jährliche Bericht ist ein entscheidender Schritt bei der Umsetzung der Reform des europäischen Asylsystems (GEAS). Er listet auf, welche Länder etwa durch eine hohe Anzahl von Asylanträgen besonders belastet sind. Ihnen steht nach GEAS die Solidarität anderer Mitgliedsstaaten zu, indem diese entweder Migranten aufnehmen oder einen finanziellen Beitrag leisten.
Das Ziel: Flüchtlinge sollen in dem Land bleiben, in dem sie ankommen und nicht etwa nach Deutschland weiter fliehen. Dafür sollen die EU-Länder, in denen die meisten Migranten ankommen, dann entlastet werden. Für diesen Solidaritätsmechanismus bildet der Bericht der EU-Kommission eine entscheidende Grundlage.
Viele Länder lehnen Aufnahme weiterer Asylbewerber ab
Nach Wahlsiegen von rechten und einwanderungsfeindlichen Parteien in Europa haben mehrere Länder bereits erklärt, dass sie nicht bereit seien, mehr Migranten aufzunehmen. So etwa Polens Präsident Karol Nawrocki, der in einem Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen geschrieben hatte, dass er jegliche Umsiedlung von Migranten nach Polen ablehne und entsprechenden Plänen der EU nicht zustimmen könne.
EU-Kommissar Brunner zeigte sich zuversichtlich: "Ich bin sicher, dass wir eine Einigung erzielen können, und ich glaube nicht, dass es eine Rolle spielt, ob dies ein paar Tage früher oder später geschieht", sagte der österreichische Politiker.
Bis wann der Bericht nun veröffentlicht wird, blieb zunächst unklar. Die weiteren Verhandlungen würden dadurch jedenfalls nicht beeinflusst, hieß es aus der Kommission. Bis Ende des Jahres wollen sich die Mitgliedsstaaten auf eine Verteilung geeinigt haben./tre/DP/jha
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.