dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 101

Estlands Regierung beschließt neue Regeln zu Drohnenabwehr

TALLINN (dpa-AFX) - Estland will seiner Armee, der Polizei und Unternehmen mit kritischer Infrastruktur erweiterte Rechte zur Abwehr von Drohnen einräumen. Die Regierung des an Russland grenzenden EU- und Nato-Landes beschloss in Tallinn einen entsprechenden Gesetzesentwurf, der noch vom Parlament verabschiedet werden muss. Damit sollen Gesetzeslücken geschlossen und den Behörden ausreichende Befugnisse zur Früherkennung und wirksamen Neutralisierung von Drohnenbedrohungen erteilt werden.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis
Die wehende Flagge der EU.
Quelle: - pixabay.com:

Das Gesetz sieht die Schaffung eines mehrstufigen Drohnenabwehrsystems und einer sogenannten Drohnenpolizei vor. Die Polizei- und Grenzschutzbehörde soll demnach die Aufgabe und die Mittel erhalten, um gefährliche unbemannte Flugobjekte - einschließlich Militärdrohnen - in ganz Estland neutralisieren zu können. Sollte sie die Bedrohung nicht selbst oder nicht schnell genug abwehren können, soll die Armee eingreifen dürfen. Diese ist in Friedenszeiten bislang nur dazu ermächtigt, auf Bedrohungen durch Militärdrohnen und Drohnen zu reagieren, die von außerhalb Estlands gestartet wurden.

Wiederholte Drohnen-Vorfälle

Die Ukraine hatte in ihrem Abwehrkampf gegen Russland in den vergangenen Wochen wiederholt russische Ölexporthäfen am Finnischen Meerbusen und andere Ziele im Nordwesten Russlands nahe der Grenze zu Estland attackiert. Bei den Angriffen sind mehrmals fehlgeleitete ukrainische Drohnen auch auf estnisches Gebiet geraten - mehrere davon stürzten ab. Dabei wurde ein Kraftwerk getroffen. Verletzte oder größere direkte Schäden gab es nicht.

In der vergangenen Woche wurden aber an Stränden an Estlands Nordküste Verschmutzungen durch angespültes Schweröl festgestellt, das nach Einschätzung der estnischen Umweltbehörde aus der angegriffenen russischen Region Ust-Luga stammt. Auch mehrere Trümmerteile wurden gefunden./awe/DP/mis

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend