Elia Group als Rückgrat der Ökostromwende!
Die belgische Elia Group gehört mit seinem Hochspannungsnetz mit einer Gesamtlänge von mehr als 19.700 Kilometern und mehr als 30 Millionen Stromnetzkunden zu führenden Übertragungsnetzbetreiber in Europa und spielt damit eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung der Energiewende. Auf dem Heimatmarkt in Belgien ist man mit der Konzerntochter Elia Transmission Belgium der führende Stromnetzbetreiber, während man hierzulande mit der Konzerntochter 50Hetz Transmission, an der man mit 80% die Mehrheit hält, operativ vor allem im Norden und Osten Deutschlands sowie Berlin präsent ist. Im Zuge der laufenden Ökostromwende profitiert man als Netzinfrastrukturbetreiber massiv von anziehenden Investitionen in den Ausbau und die Modernisierung der Netzkapazitäten. Um neue Solar- und Offshore-Windparks in das Stromnetz integrieren zu können, sind neben neuen Übertragungsleitungen auch moderne Smart-Grids erforderlich, um die schwankende Einspeisung aus erneuerbaren Quellen auszugleichen und damit eine qualitativ hochwertige und verlustarme Stromübertragung über weite Distanzen zu gewährleisten.
Milliardeninvestitionen in den Netzausbau sollten sich langfristig bezahlt machen!
Angesichts des erforderlichen Netzausbaus im Zuge der Energiewende hat die Elia Group im Zeitraum von 2024 bis 2028 Investitionen in Höhe von kumuliert rund 31,6 Mrd. Euro veranschlagt. Dies dürfte sich für den Übertragungsnetzbetreiber langfristig auszahlen, da man im Rahmen der Regulierung den Großteil der anerkannten Investitions- und Betriebskosten sowie eine festgelegte Verzinsung des eingesetzten Kapitals über Netzentgelte in den Stromnetzausbau durch Netzentgelte, die von den zuständigen Regulierungsbehörden wie der belgischen CREG oder der deutschen Bundesnetzagentur, festgesetzt werden, refinanzieren kann. Da sich durch den weiter forcierten Netzausbau langfristig auch die Kundenbasis weiter erhöht und man gleichzeitig auf effiziente und leistungsfähige Netzinfrastrukturen setzt, sollte Elia Group mittelfristig von steigenden planbaren Erlösen profitieren. Bei der Umsetzung des milliardenschweren Investitionsprogramms kommen die Belgier gut voran. Im April dieses Jahres hatte man die Fertigstellung der ersten Fundamente des Princess Elisabeth Island in der Nordsee zu vermelden. Diese rund sechs Hektar große künstliche Insel soll ab 2030 als zentraler Knotenpunkt für den Strom aus Offshore-Windparks in Europa dienen und damit einen wertvollen Beitrag leisten, um die Abhängigkeit der EU-Staaten von fossilen Energieträgern bei Energieversorgung zu verringern. Dabei zeichnet Elia Group als Projektträger für die Planung und Entwicklung des Projekts sowie die Integration der Stromnetzinfrastruktur und den Betrieb der Anlage verantwortlich. Parallel dazu erhielt die deutsche Tochtergesellschaft 50Hertz im März 2026 die vollständige Baugenehmigung für die Gleichstromtrasse SuedOstLink.
Elia Group überzeugt mit starken Zahlen und sieht sich weiter auf Wachstumskurs!
Auch operativ konnte man zuletzt mit starken Zahlen für das abgelaufene Fiskaljahr überzeugen. Bei einem Erlösanstieg von 4,1% auf 4,273 Mrd. Euro kletterte der bereinigte operative Gewinn (EBIT) vor allem dank der starken Entwicklung auf dem Heimatmarkt Belgien und der deutschen Konzerntochter Hertz 50 sowie höherer Netzentgelte um 26,3% auf 1,15 Mrd. Euro. Auch unter dem Strich überzeugte man mit einem unerwartet deutlichen Plus von 30,0% auf 585,9 Mio. Euro beim Nettogewinn nach Minderheiten. Für das laufende Fiskaljahr erwartet das Konzernmanagement trotz hoher Investitionen von kumuliert rund 6,8 Mrd. Euro in den Netzausbau eine Fortsetzung des profitablen Wachstumskurses und rechnet mit einem Nettogewinn nach Anteilen Dritter in der Spanne von 690 bis 740 Mio. Euro. Auch der Analystenkonsens rechnet mit einer weiteren Fortsetzung des Wachstumskurses bei der Elia Group. Nach einem EPS von 6,55 Euro in 2026 wird für 2027 bereits ein Gewinn von 7,14 Euro/Aktie erwartet. In 2028 rechnet der Analystenkonsens bereits mit einem EPS von 8,30 Euro, womit das KGV auf 17,40 sinkt.
Produktidee: Discount-Zertifikat Classic auf Elia Group
Eine attraktive Alternative zur Direktanlage in die Aktie sind Discount-Zertifikate. Anlegern steht eine Auswahl an entsprechenden Produkten auf den Basiswert Elia Group zur Verfügung. Ein Beispiel ist ein Discount-Zertifikat mit der WKN: DY34XR, das am 25.06.2027 fällig wird (Rückzahlungstermin) und mit einem Discount zum Kurs der Aktie Elia Group notiert. Der Anleger erhält keine sonstigen Erträge (z.B. Dividenden) und hat keine weiteren Ansprüche aus dem Basiswert. Die Höhe der möglichen Rückzahlung wird bei 140,00 Euro begrenzt.
Für die Rückzahlung des Zertifikats gibt es zwei Möglichkeiten:
1. Liegt der Schlusskurs des Basiswerts Elia Group an der maßgeblichen Börse am 18.06.2027 (Referenzpreis) auf oder über dem Cap, erhält der Anleger den Höchstbetrag von 140,00 Euro.
2. Liegt der Referenzpreis unter dem Cap, erhält der Anleger einen Rückzahlungsbetrag, der dem Referenzpreis multipliziert mit dem Bezugsverhältnis (1,00) entspricht. Der Anleger erleidet einen Verlust, wenn der Rückzahlungsbetrag unter dem Erwerbspreis des Produkts liegt.
Ein gänzlicher Verlust des eingesetzten Kapitals ist möglich (Totalverlustrisiko). Ein Totalverlust tritt ein, wenn der Referenzpreis null ist. Ein Totalverlust des eingesetzten Kapitals ist auch möglich, wenn die DZ BANK als Emittent ihre Verpflichtungen aus dem Zertifikat aufgrund behördlicher Anordnungen oder einer Insolvenz (Zahlungsunfähigkeit/Überschuldung) nicht mehr erfüllen kann.
Das vorliegend beschriebene Discount-Zertifikat richtet sich an Anleger, die einen Anlagehorizont bis zum 25.06.2027 haben und davon ausgehen, dass die Elia Group am 18.06.2027 auf oder über 140,00 Euro liegen wird.
Eine ausführliche Erläuterung der genannten Fachbegriffe finden Sie in unserem Glossar.
Stand: 05.05.2026, DZ BANK AG / Online-Redaktion / Emittent DZ BANK
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