Die Edelmetallpreise brachen gestern zum Auftakt in die neue Handelswoche regelrecht ein. Gold verlor zwischenzeitlich 8% auf 4.100 USD je Feinunze, das niedrigste Niveau seit knapp vier Monaten. Silber rutschte um 10% auf 61 USD je Feinunze ab, was ein 3-Monatstief bedeutete. Vom Rekordhoch Ende Januar hat Gold damit 27% verloren, Silber sogar die Hälfte des Wertes. Gold hatte bereits in der letzten Woche mehr als 10% nachgegeben, was dem stärksten Wochenrückgang seit 43 Jahren entsprach. Ausgelöst wurde diese Schwäche von geänderten Fed-Zinserwartungen und dem dadurch ausgelösten Anstieg der US-Anleiherenditen sowie der Realzinsen. Zwar rechnet der Markt gemessen an den Fed Funds Futures inzwischen eher mit einer Zinserhöhung als mit Zinssenkungen der US-Notenbank in diesem Jahr. Dennoch dürfte es sich beim jüngsten Preiseinbruch ebenso um eine Übertreibung handeln wie beim massiven Anstieg zu Jahresbeginn. Gewissermaßen ist das Pendel bei Gold von einem Extrem ins andere umgeschlagen.
Gleiches gilt auch für Silber, auch wenn die höhere industrielle Verwendung Silber anfälliger macht für vom Ölpreisanstieg ausgelöste Konjunktursorgen. Die Nachricht, dass US-Präsident Trump den angedrohten Angriff auf die iranische Energieversorgung für fünf Tage ausgesetzt hat, ließ die Preise für Gold und Silber wieder steigen, so dass die Verluste im Handelsverlauf deutlich verringert und im Falle von Silber sogar vollständig wettgemacht wurden. Gold verhält sich derzeit nicht wie ein klassischer sicherer Hafen. Wie lange diese Anomalie noch anhält, ist schwer zu sagen. Viel dürfte vom Verhalten der ETF-Anleger abhängen, die in den letzten Tagen weiter im beträchtlichen Ausmaß Gold verkauften und damit ein Belastungsfaktor waren.
| WKN | Typ | Basiswert | Merkmale |
|---|---|---|---|
| FA9GBG | Call | Gold | Hebel: 5,0 |
| FC6GA4 | Put | Gold | Hebel: 4,9 |
| FC2XE9 | Call | Silber | Hebel: 5,0 |
| FC6WT5 | Put | Silber | Hebel: 5,0 |
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| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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