- Bundesgesundheitsministerin startet Dialog zur Reform.
- Union und SPD planen ein System zur Arztüberweisung.
- 95 Prozent der Menschen haben bereits eine Hausarztanbindung.
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Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen sagte der Deutschen Presse-Agentur, ein gut gemachtes Primärsystem sei überfällig. "Patientinnen und Patienten kommen schneller und sicherer zur richtigen Behandlung und werden besser vor gefährlicher Über- und Fehlversorgung geschützt." Nötig sei aber ein System, das Haus- und Kinderarztpraxen nachhaltig stärke, statt sie zu überlasten - etwa mit mehr Zeit durch Vorhaltepauschalen statt Quartalslogik und mehr Teamversorgung in den Praxen statt starrer Zuständigkeitsgrenzen.
"Orientierung im Dschungel des Systems"
"Rund 95 Prozent der Menschen haben heute bereits eine hausärztliche Anbindung, und etwa 90 Prozent der Anliegen lassen sich dort fachgerecht und abschließend lösen", erläuterte Dahmen. "Steuerung wird vor allem bei den übrigen Fällen gebraucht, dann aber schnell und zielgenau." Langjährige Auswertungen zeigten zudem: "Gute hausärztliche Koordination kann unkoordinierte Facharztkontakte nahezu halbieren, die Notfallversorgung messbar entlasten und bei chronisch Erkrankten tausende schwere Komplikationen wie Herzinfarkte oder Schlaganfälle vermeiden."
Der Grünen-Politiker forderte: "Ministerin Warken muss nun liefern." Klar sei, dass eine bloße Pflicht ohne Entlastung keine bessere Versorgung bringe. "Im Gegenteil: Dann werden Hausarztpraxen zu Türstehern und bürokratischen Überweisungsstellen, Warteschlangen und Frust wären die Folge." Die Reform sei seit Monaten angekündigt, es brauche jetzt einen konkreten Gesetzentwurf. "Die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass sie im Dschungel des Systems wieder verlässliche Orientierung bekommen."/sam/DP/zb
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