Die länderspezifischen US-Sonderzölle sind seit diesem Morgen in Kraft. Seit Mitternacht amerikanischer Zeit gelten für zahlreiche Länder deutlich höhere Abgaben - vor allem für jene, mit denen die USA nach Regierungsangaben ein besonders hohes Handelsdefizit haben. Im Tagesverlauf verschärfte sich der Konflikt weiter. Nachdem die USA für China mittlerweile einen Zollsatz von insgesamt 104 Prozent erhebt, hat China erneute Gegenzölle beschlossen.
Der Euro hatte bereits vor Trumps Zoll-Ankündigung am Abend des vergangenen Mittwochs massiv von Trumps Wirtschaftspolitik profitiert, weil diese den US-Dollar belastet. Anfang Februar hatte der Euro gerade mal etwas mehr als 1,01 Dollar gekostet.
Am Mittwoch kam zudem noch ein Ausverkauf am US-Anleihemarkt hinzu. Offenbar haben Anleger Zweifel, dass der Anleihemarkt angesichts der aggressiven Politik von Trump und der bereits sehr hohen Staatsverschulung noch ein sicherer Hafen ist. An den Märkten wird bereits darüber spekuliert, ob die US-Notenbank in einer Sondersitzung die Zinsen senken oder wieder Staatsanleihen aufkaufen könnte. Der gleichzeitige Verkauf von US-Anleihen und Aktien belastet den Dollar.
Zu anderen wichtigen Währungen legte die EZB die Referenzkurse für einen Euro auf 0,86435 (0,85644) britische Pfund, 159,61 (160,65) japanische Yen und 0,9278 (0,9349) Schweizer Franken fest. Die Feinunze kostete am Nachmittag in London 3.077 Dollar. Das waren etwa 95 Dollar mehr als am Vortag./jsl/men
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