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Deutschland und Indien vertiefen Rüstungskooperation

KIEL (dpa-AFX) - Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius beabsichtigt die Zusammenarbeit mit Indien in der Rüstungsindustrie auszubauen. Am Mittag unterzeichnete er im Berliner Bendlerblock zusammen mit der Delegation des indischen Verteidigungsministers einen 10-Punkte-Plan, der die Kooperation und Förderung der Branche vertiefen soll. Dies erklärte der SPD-Politiker bei seinem Besuch beim Kieler U-Boot-Bauer TKMS. Gemeinsam mit seinem indischen Amtskollegen Rajnath Singh besichtigte er dort ein U-Boot der Klasse 212A.

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Mit der Unterzeichnung des Plans werde die "Rüstungsindustrielle Kooperation auf die nächste Stufe" gehoben, betonte Pistorius. "Es ist eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe." So könnten Deutschland und Indien wechselseitig sowohl industriell als auch bei den Streitkräften profitieren.

Indien gilt als größter Rüstungsimporteur der Welt

Indien will zudem zusammen mit dem deutschen Unternehmen TKMS in Mumbai sechs U-Boote im Wert von acht Milliarden Euro bauen. Aktuell laufen die innerstaatlichen Abstimmungsprozesse, wie der Bundesverteidigungsminister beim Besuch bei TKMS sagte. "Ich bin sehr zuversichtlich, schon bald unterzeichnen zu können." Er rechne in den nächsten drei Monaten mit einem Ergebnis.

Indien gilt nach der jüngsten Statistik des Friedensforschungsinstituts Sipri als größter Rüstungsimporteur der Welt. Zwischen 2019 und 2023 bezog das Land aber immer noch 36 Prozent seiner Rüstungsgüter aus Russland - auch wenn die Tendenz rückläufig ist. Deutsche Rüstungsexporte nach Indien könnten also auch die Abhängigkeit von Russland verringern./xil/DP/he

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