"Diese Regelung setzt um, was unser gemeinsames Ziel in Europa und der Nato ist. Gemeinsame Beschaffung, um Zeitdauer, Bürokratie und Kosten zu reduzieren", sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) nach der Unterzeichnung. Auf diesem Wege erhalte die Bundeswehr die ersten der Marschflugkörper vor Ende 2027.
Das als Joint Strike Missile (JSM) bezeichnete System ist ein präzisionsgelenkter Marschflugkörper mit großer Reichweite. Dieser kann nach Angaben des deutschen Verteidigungsministeriums gegen Ziele zu Land und zu Wasser eingesetzt werden.
Die Waffe fliegt demnach unter dem gegnerischen Radar und kann im Flug den Kurs ändern. Sie wird während des Transports in den internen Waffenschächten der F-35 transportiert, um den Tarnkappeneffekt ("Stealth") zu erhalten.
Die Beschaffung ist Teil eines Regierungsgeschäfts, finanziert aus dem sogenannten Sondervermögen der Bundeswehr und dem regulären Verteidigungshaushalt.
Die Bundesregierung hat in den USA 35 der Tarnkappenjets bestellt. Die US-Flugzeuge sollen vor allem für die sogenannte Nukleare Teilhabe Deutschlands gekauft werden - ein Abschreckungskonzept der Nato, bei dem Verbündete im Kriegsfall Zugriff auf US-Atombomben haben.
Die Ankündigung fällt zusammen mit einer Mitteilung aus London, wonach Großbritannien mindestens zwölf Kampfjets vom Typ F-35A kaufen will, die mit taktischen Atomwaffen ausgerüstet werden können./cn/DP/mis
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