FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Donnerstag kräftig gestiegen. Starke Kursverluste von Technologiewerten sorgten an den Finanzmärkten teils für eine Flucht in sichere Anlagehäfen, was die Nachfrage nach Bundesanleihen stützte. Der richtungweisende Euro-Bund-Future am Vormittag um 0,72 Prozent auf 121,83 Punkte zu. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel im Gegenzug auf 3,38 Prozent.
Für dich zusammengefasst:
Die Kurse deutscher Staatsanleihen sind am Donnerstag gestiegen.
Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe fiel auf 3,38 Prozent.
In Frankreich fiel die Rendite der zehnjährigen Anleihe auf 4,76 Prozent.
Auch in anderen Eurostaaten ging es mit den Renditen mehr oder weniger kräftig nach unten. Darunter auch in Frankreich, wo die Rendite in der zehnjährigen Laufzeit besonders deutlich um 0,12 Prozentpunkte auf 4,76 Prozent fiel. Zuvor hatte die Sorge um die französischen Staatsfinanzen die Rendite nach oben getrieben.
Am Morgen bestimmten Kursverluste bei Technologiewerten das Geschehen an den Finanzmärkten. Analysten der Dekabank sprachen von einem "Ausverkauf bei US-Technologiewerten" an den asiatischen Aktienmärkten. Besonders betroffen ist der KI-Sektor, nachdem eine überraschend hohe Inflation in den USA die Spekulation auf steigende Zinsen verstärkt hatte. Die Aussicht auf steigende Kreditkosten schürte bei Anlegern die Sorge über die Zukunft von Unternehmen aus dem KI-Sektor, die wegen teurer Investitionen hoch verschuldet sind.
Nach Einschätzung von Anleiheexperten der Commerzbank (Commerzbank Aktie) wurden die Staatsanleihen durch den Ausverkauf bei den Tech-Werten in Asien gestützt. Die Renditen der Bundesanleihen haben damit die Verluste nach den US-Inflationsdaten am Vortag mittlerweile mehr als wettgemacht.
Im weiteren Verlauf ist am Nachmittag mit Impulsen für den Handel am deutschen Anleihemarkt zu rechnen. Dann stehen eine Reihe von Konjunkturdaten aus den USA auf dem Programm, unter anderem Umsatzzahlen aus dem Einzelhandel. Zudem könnten auch wöchentliche Daten vom amerikanischen Arbeitsmarkt und die Entwicklung der Erzeugerpreise für Bewegung sorgen./jkr/mis
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